Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Kärnten

Polleninformation für Kärnten vom 13. bis 20. August 2026

Beifuß und Ragweed stäuben in Kärnten!

Beifuß und Ambrosia sorgen derzeit für die starke allergische Belastungen. Während der Beifuß seinen Höhepunkt erreicht hat, nimmt im Prognosezeitraum der Pollenflug der Ambrosia an Intensität zu. Er kann in Gebieten mit größeren Ambrosia-Beständen bereits hohe Belastungswerte erreichen. Der Gräserpollenflug spielt hingegen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Der Pollenflug des Beifußes erreicht im Prognosezeitraum seinen Höhepunkt. Besonders gut gedeiht Beifuß auf menschlich überprägten Standorten, Ackerbrachen sowie auf ungemähten Wiesen und Wegrändern bis zu einer Seehöhe von 1200 Metern. Hier stehen die Pflanzen nun großteils in Vollblüte. An solchen Standorten kann im Prognosezeitraum lokal eine sehr hohe allergische Belastung durch Beifußpollen auftreten. Die Pollenfreisetzung erfolgt überwiegend in den Vormittagsstunden. Am Nachmittag und in den Abendstunden geht der Beifußpollenflug meist deutlich zurück.

Auch die Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia; Ragweed, Traubenkraut) gelangt nun zunehmend zur Blüte. Sie ist mittlerweile im Zentralraum von Kärnten weit verbreitet, größere Bestände finden sich vor allem entlang von Bundesstraßen in Mittelkärnten, im Oberen Drautal zwischen Möllbrücke und Greifenburg, entlang des Gailtal-Zubringers zwischen der Autobahn und Nötsch, entlang der Autobahn Richtung Wolfsberg sowie zwischen Villach und dem Karawankentunnel und im Jaun- und Lavanttal. In diesen Gebieten können lokal bereits hohe Pollenkonzentrationen auftreten. Die stärkste Belastung ist auch bei der Ambrosia meist am frühen Vormittag zu erwarten.

Der Gräserpollenflug ist inzwischen deutlich zurückgegangen und kann nur noch lokal eine leichte allergische Belastung verursachen. Auch die Bergmähder sind bereits gemäht, sodass von ihnen keine nennenswerte Pollenbelastung mehr ausgeht. Kurzzeitig erhöhte Gräserpollenkonzentrationen können noch im Bereich von Waldschlägen, entlang von Flüssen und Forstwegen auftreten.

Weitere Pollentypen, die derzeit vereinzelt noch allergische Beschwerden auslösen können, stammen vor allem von der Brennnessel sowie von Breit- und Spitzwegerich.

Dr. Susanne Aigner

Blühender Gemeiner Beifuß ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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