Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Tirol

Polleninformation für Tirol vom 21. August 2026

Beifußpollensaison erreicht ihren Höhepunkt – die jüngsten Regenfälle sorgen vorübergehend für Entlastung!

Das regnerische Wetter der vergangenen Tage hat die Pollenkonzentrationen in der Luft in ganz Tirol deutlich reduziert und vielen Allergiker:innen vorübergehend Erleichterung gebracht. Mit der Rückkehr von sonnigerem und trockenerem Wetter ist jedoch wieder mit einem Anstieg der Pollenkonzentrationen zu rechnen. Beifuß bleibt derzeit der wichtigste allergene Pollentyp, wobei die Saison aktuell ihren Höhepunkt erreicht.

Beifußpollen: Die Beifußpollensaison hat in Tirol nun ihre intensivste Phase erreicht. Die jüngsten Regenfälle haben die Pollenkonzentrationen vorübergehend reduziert. Beifuß besitzt ein hohes allergenes Potenzial, und lokal kann die Belastung in der Nähe größerer blühender Bestände deutlich höher sein, insbesondere an Straßenrändern, entlang von Wegen und Feldrändern sowie auf Brachflächen und anderen gestörten Standorten. Die gute Nachricht: Der saisonale Höhepunkt ist nun erreicht, und ab der kommenden Woche ist mit einem allmählichen Rückgang der Beifußpollenkonzentrationen zu rechnen.

Ragweed/Ambrosia: Ambrosia ist eine weitere stark allergene Pflanze, die während der spätsommerlichen Pollensaison an Bedeutung gewinnt. In Tirol sind mehrere kleinere Hotspots bekannt. Darüber hinaus gibt es zwischen Rietz und Haiming ein größeres Gebiet, in dem sich Ambrosia ausbreitet. Um die Pollenkonzentrationen in diesem Gebiet genau zu überwachen, haben wir auch in diesem Jahr wieder eine Pollenfalle in Mötz installiert. Bislang sind die dort gemessenen Ambrosiapollenkonzentrationen niedrig geblieben. Wir beobachten die Situation weiterhin genau und halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Ambrosiaallergiker:innen, die im Gebiet zwischen Rietz und Haiming leben oder sich dort aufhalten, sollten in den kommenden Wochen weiterhin aufmerksam sein.

Gräserpollen: Die Gräserpollenkonzentrationen haben sich in ganz Tirol auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Die Blütezeit der meisten Gräser ist inzwischen weitgehend abgeschlossen, sodass die Pollenkonzentrationen voraussichtlich für den Rest der Saison niedrig bleiben werden. Lokal kann die Belastung in unmittelbarer Nähe von Bergwiesen, Weiden und anderen grasreichen Flächen noch etwas höher sein. Wegerich- und Ampferpollen sind ebenfalls in geringen Konzentrationen in der Luft vorhanden.

Weitere Pollentypen: Pollen der Brennnesselgewächse (Urticaceae) sind weiterhin häufig in der Luft vorhanden. Trotz ihres häufigen Auftretens besitzen Brennnesselpollen in Tirol nur eine geringe allergene Bedeutung und verursachen bei Allergiker:innen in der Regel keine Probleme.

Pilzsporen: Die Konzentrationen luftgetragener Pilzsporen liegen in Tirol weiterhin im mäßigen bis hohen Bereich. Niederschläge und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigen das Pilzwachstum und die Sporenproduktion. Daher können die Konzentrationen nach feuchten Perioden ansteigen und bei empfindlichen Personen Beschwerden auslösen.

Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Die jüngsten Regenfälle haben die Pollenmenge in der Luft deutlich reduziert. Mit der Rückkehr von sonnigerem und trockenerem Wetter ist vorübergehend wieder mit steigenden Pollenkonzentrationen zu rechnen, insbesondere bei Beifuß. Da die Beifußpollensaison ihren Höhepunkt nun überschreitet, sollte die Belastung ab der kommenden Woche jedoch allmählich zurückgehen. Ambrosiaallergiker:innen sollten besonders im Gebiet zwischen Rietz und Haiming aufmerksam bleiben, wo sich die Pflanze ausbreitet und die Pollenkonzentrationen durch unsere Messstation in Mötz überwacht werden. Bislang sind die dort gemessenen Ambrosiapollenkonzentrationen niedrig geblieben. Während Regen bei der Pollenbelastung für Entlastung sorgt, kann er bei Pilzsporen den gegenteiligen Effekt haben: Nach feuchten und niederschlagsreichen Perioden können die Sporenkonzentrationen deutlich ansteigen.

Ragweed (Beifußblättriges Traubenkraut) ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
zum Team

Loading...