Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Österreich

Polleninformation für Österreich vom 14. September 2026

Wechselhaftes Wetter sorgt für schwankende Pollenbelastung!

Der Montag bringt noch Schauer und damit eine kurzfristige Entlastung für Allergiker:innen. Ab Dienstag setzt sich die Sonne durch, ehe am Mittwoch erneut Niederschläge von Norden her über das Land ziehen. Diese Woche sind daher schwankende Pollenbelastungen zu erwarten. Hauptallergen bleibt Ragweed, das vor allem im Burgenland, in Niederösterreich, Wien, der Steiermark und Kärnten für erhebliche Beschwerden sorgen kann.

Ragweedpollen ist hochallergen und kann bereits in kleinsten Mengen erhebliche allergische Reaktionen auslösen. Da überwiegend Wind aus Nord und West erwartet wird, ist Ferntransport aus Süd- und Südosteuropa vorerst nicht zu erwarten. Die lokalen Bestände sorgen dennoch an trockenen, sonnigen Tagen für hohe Belastungen.

Der gemeine Beifuß ist weitestgehend abgeblüht, relevante Belastungen beschränken sich auf das unmittelbare Umfeld großer Bestände. Da jedoch der einjährige Beifuß sowie der Kamtschatka-Beifuß vereinzelt zu blühen beginnen, können sie regional für einen zweiten Belastungsgipfel sorgen. Kreuzreaktionen mit Ragweed sind möglich.

Gräserpollenallergiker:innen können durch die Schilfblüte erneut Beschwerden verspüren. Da Schilf als Spätblüher erst im September die Blüte erreicht, können besonders im Umfeld großer Schilfgürtel – wie jenen rund um den Neusiedler See – die Gräserpollenkonzentrationen noch einmal deutlich ansteigen und vereinzelt sogar erhebliche Belastungen erreichen. Da der Wind überwiegend aus nördlicher oder westlicher Richtung weht, ist ein Ferntransport von Schilfpollen vom Burgenland nach Niederösterreich und Wien vorerst nicht zu erwarten.

Die Pilzsporenbelastungen gehen langsam auf mäßiges Niveau zurück, können nach den Niederschlägen am Montag und Mittwoch jedoch vorübergehend wieder ansteigen.

Pollen von Brennnessel-, Fuchsschwanzgewächsen und Wegerich sind weiterhin im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Ragweed (Beifußblättriges Traubenkraut) ©Ragweed Finder

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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