Vorhersage
Polleninformation für Wien vom 9. Juli 2026
Gräserpollen und Pilzsporen belasten auch während der nächsten Hitzewelle!
Es wird wieder sonnig und heiß. Zwar befinden wir uns schon am Ende der Hauptbelastungsperiode der Gräsersaison, dennoch müssen Allergiker:innen mit intensiven Belastungen durch Gräserpollenflug rechnen. Diese werden bei vielen auch noch durch die ebenfalls gerade in hohen Mengen in der Luft zu findenden Pilzsporen verstärkt.
Die Hauptblüte der Gräser hat sich mittlerweile von den offenen Grünflächen in die Wälder sowie in die Nähe von Flussläufen verlagert. Dort sind, obwohl die Hauptbelastungsphase der Gräserpollensaison ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, weiterhin mäßige bis hohe Belastungen möglich.
Im Wiener Umland haben einige Maisfelder bereits zu blühen begonnen. Mais zählt zu den Süßgräsern und kann daher zu Beschwerden führen. Maispollen sind jedoch sehr groß und können daher, ebenso wie die Pollen anderer Getreidearten, nicht sehr weit mit dem Wind verfrachtet werden. Sie sorgen daher vor allem in direkter Nähe der Felder für relevante Konzentrationen in der Luft.
Entlang von Weges- oder Straßenrändern ist mit zusätzlichen Belastungen durch Ampfer, Fuchsschwanzgewächse und Wegerich zu rechnen.
An klimatisch besonders begünstigten Standorten wurden bereits erste blühende Vertreter des Beifußes gesichtet. Damit wird lokal bereits jetzt die Kräuterpollensaison eingeläutet. Bis die Pflanzen flächendeckend blühen, dauert es vermutlich noch bis Ende Juli. Lokal kann es jedoch bereits zu geringen allergischen Belastungen kommen.
Neben den Gräsern sorgen wie bereits angesprochen auch die Pilzsporen für mäßige bis hohe Belastungen in der Umgebungsluft. Besonders nach Regenfällen müssen Personen, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, mit intensiven Belastungen rechnen.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Brennnesselgewächsen, Edelkastanie, Rhododendron, Sauergräsern, Weinreben und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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