Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 4. September 2026
Ambrosia pollen erreichen rund um Mötz Rekordwerte – hohe Belastung für Allergiker:innen!
Die spätsommerliche Pollensaison klingt in weiten Teilen Tirols weiter ab, wobei die Gräser- und Beifußpollenkonzentrationen auf niedrigem Niveau bleiben. Ganz anders ist die Situation jedoch bei Ambrosia rund um Mötz. Die Pollenkonzentrationen sind weiter angestiegen und erreichen inzwischen die höchsten Werte seit Beginn unserer Messungen in diesem Gebiet vor fünf Jahren. Für Ambrosiaallergiker:innen bedeutet dies derzeit eine hohe allergene Belastung.
Ambrosia/Ragweed: Ambrosiapollen sind derzeit der wichtigste allergene Pollentyp im Gebiet zwischen Rietz und Haiming. Nach dem bereits deutlichen Anstieg in der vergangenen Woche haben die Konzentrationen weiter zugenommen und erreichen nun die höchsten Werte seit Beginn unserer Messungen vor fünf Jahren, als wir erstmals auf die Ausbreitung von Ambrosia in diesem Gebiet aufmerksam wurden. Für Ambrosia-Allergiker:innen stellt dies eine erhebliche Belastung dar, da die Pollen ein sehr hohes allergenes Potenzial besitzen und bereits bei vergleichsweise niedrigen Konzentrationen Beschwerden auslösen können. Personen, die auf Ambrosia sensibilisiert sind und im Gebiet zwischen Rietz und Haiming leben oder sich dort aufhalten, sollten derzeit besonders vorsichtig sein und größere blühende Bestände meiden, da die lokale Belastung dort noch höher sein kann.
Dank der Unterstützung des Landes Tirol können wir mit unserem Pollenmonitoring in Mötz die Ambrosiapollensaison genau verfolgen und gezielt über die allergene Belastung in diesem betroffenen Gebiet informieren. Auch aus dem Bezirk Lienz in Osttirol werden zunehmend Ambrosia-Vorkommen gemeldet. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die weitere Ausbreitung von Ambrosia in der Region genau zu beobachten.
Beifußpollen: Die Beifußpollensaison (Artemisia) klingt in Tirol weiter ab. Nach dem saisonalen Höhepunkt sind die Pollenkonzentrationen inzwischen überwiegend niedrig und sorgen damit für zunehmende Entlastung bei Beifußallergiker:innen. Lokal kann es in der Nähe größerer Bestände entlang von Straßen, Wegen und Feldrändern sowie an anderen gestörten Standorten noch zu einer erhöhten Belastung kommen. Insgesamt zeigt der saisonale Trend jedoch weiterhin deutlich nach unten.
Gräserpollen: Die Gräserpollenkonzentrationen bleiben in ganz Tirol niedrig. Die Saison ist inzwischen weit fortgeschritten, und ein deutlicher erneuter Anstieg ist nicht mehr zu erwarten. Lokal kann die Belastung in unmittelbarer Nähe von Bergwiesen, Weiden und anderen grasreichen Flächen noch etwas höher sein.
Weitere Pollentypen: Brennnesselpollen sind weiterhin in der Luft vorhanden, besitzen jedoch nur eine geringe allergene Bedeutung.
Pilzsporen: Pilzsporen bleiben zu dieser Jahreszeit ein wichtiges luftgetragenes Allergen. Die Konzentrationen liegen überwiegend im mäßigen bis hohen Bereich. Regen und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen das Pilzwachstum, während sonnige und trockenere Phasen nach Regenfällen zu einem Anstieg der Sporenkonzentrationen in der Luft führen können.
Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: In den kommenden Tagen ist in Tirol mit einem Wechsel aus regnerischen und sonnigen Phasen zu rechnen. Regen kann die Pollenkonzentrationen in der Luft vorübergehend reduzieren, während trockene und sonnige Abschnitte einen erneuten Anstieg ermöglichen. Bei Gräser- und Beifußpollen bleibt der saisonale Trend günstig: Die Konzentrationen bleiben niedrig oder gehen weiter zurück. Die größte Belastung geht derzeit von Ambrosia im Gebiet zwischen Rietz und Haiming aus, wo die Pollenkonzentrationen rund um Mötz die höchsten Werte seit Beginn unserer Messungen vor fünf Jahren erreicht haben. Ambrosiaallergiker:innen in diesem Gebiet sollten daher derzeit besonders aufmerksam sein. Auch die Pilzsporenkonzentrationen können während sonnigerer Phasen nach Regenfällen wieder ansteigen.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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