Vorhersage
Polleninformation für Niederösterreich vom 20. August 2026
Gewitter, unbeständiges Wetter, schwankende Belastungen durch Ragweed und Beifuß!
Donnerstag wird es in Niederösterreich verbreitet gewittern. Durch Gewitter mit erhöhter Blitzaktivität können Pollen aufplatzen, wodurch mehr Allergene freigesetzt werden. Diese winzigen Partikel können tief in die Atemwege eindringen und zu spontanen Belastungsspitzen, dem sogenannten „Thunderstorm Asthma“, führen. Auch freitags bleibt es wechselhaft. Der Regen senkt die Pollenkonzentration etwas. Samstags und sonntags wird es freundlicher, es bleibt jedoch bewölkt. In den trockenen Phasen werden die Pollen von Beifuß, Ragweed, Brennnessel, Wegerich, Fuchsschwanz und Gänsefuß wieder stärker fliegen. Von den Gräsern geht hingegen nur noch eine geringe Belastung aus. Die Trockenheit hat dafür gesorgt, dass kaum mit einer Nachblüte der Gräser zu rechnen ist. Durch die Niederschläge wird der Pilzsporenflug zwischen mäßigen und hohen Konzentrationen schwanken.
Vom 20. bis 22. August findet in St. Pölten das FM4 Frequency Festival statt. Hier geht es zur Eventbelastung!
Der Gemeine Beifuß hat seinen Blühhöhepunkt überschritten. In dichten Beständen können jedoch weiterhin hohe Belastungen auftreten. Auch der Neophyt Ragweed steht derzeit in Blüte. Beide Korbblüter sind hoch allergen, denn bereits sechs bis zehn Pollenkörner pro Kubikmeter Atemluft können zu Belastungen führen. Beide Pflanzen wachsen bevorzugt an Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern sowie entlang von Bach- und Flussläufen. Ragweed kann auch in Soja-, Kürbis- und Sonnenblumenfeldern dichte Bestände bilden.
Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.
Besonders nach Regenfällen werden verstärkt Pilzsporen freigesetzt. In den kommenden Tagen müssen Personen, die auf Pilzsporen reagieren, daher mit einer mäßigen bis hohen Belastung rechnen. In höheren Lagen ist die Belastung geringer.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Hopfen, Hanf und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Sabine Kottik.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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