Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Niederösterreich

Polleninformation für Niederösterreich vom 20. Juli 2026

Bei Sonnenschein fliegen Pollen und Pilzsporen!

Diese Woche beginnt sonnig und trocken in allen vier Vierteln Niederösterreichs. In den kommenden Tagen müssen sich Pollenallergiker:innen auf mäßige Belastungen einstellen. Die Belastung durch Pilzsporen kann zwischen mäßigem und hohem Niveau schwanken.

Im Weinviertel, dem Donauraum und dem Wiener Becken, haben die Gräser bereits den Höhepunkt ihrer Blüte hinter sich und sorgen meist nur für mäßige Belastungen. Lokal, etwa entlang von Bach- und Flussläufen oder in Wäldern, können Gräser jedoch weiterhin verstärkt Pollen freisetzen, wodurch hier hohe Belastungen möglich sind. In den höheren Lagen des Mostviertels, des Industrieviertels und des Waldviertels steht derzeit eine große Vielfalt an Gräsern in Blüte. Dort liegt auch der aktuelle Belastungsschwerpunkt. Von hier kann Pollen bei entsprechendem Wind in die Niederungen und Tallagen verfrachtet werden. Dies ist besonders in den Nachmittags- und Abendstunden möglich. Auch Ampfer und Wegerich blühen weiter. 

Der Mais blüht nun in seinen Anbaugebieten. Maispollen zählen zu den größten Pollenkörnern im Pflanzenreich. Aufgrund ihrer Größe und ihres vergleichsweise hohen Gewichts werden sie nur über kurze Distanzen transportiert. Erhöhte Pollenkonzentrationen sind daher insbesondere im direkten Umfeld blühender Maisfelder zu erwarten.

Auch der Gemeine Beifuß hat nun zu blühen begonnen. An Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern sowie entlang von Bach- und Flussläufen können dichte Bestände vorkommen. Zwar fällt der Höhepunkt seiner Blüte meist in die erste Augusthälfte, dennoch sollten sensibilisierte Personen die genannten Standorte meiden. Bei dieser Gruppe von Allergiker:innen können Kreuzreaktionen zu Sellerie, Karotte und Kamille auftreten.

Allergiker, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, müssen in den kommenden Tagen mit mäßigen bis hohen Belastungen rechnen. Besonders beim Dreschen von Getreide werden große Mengen an Pilzsporen aufgewirbelt. Entlastung bietet ein Aufenthalt in höheren Lagen, denn mit zunehmender Seehöhe nimmt die Belastung durch Pilzsporen deutlich ab.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Brennnesselgewächsen, Doldenblütern, Fuchsschwanzgewächsen und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Mais ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Sabine Kottik.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
zum Team

Loading...