Vorhersage
Polleninformation für das Burgenland vom 10. August 2026
Es bleibt heiß und die Beifußblüte nimmt an Fahrt auf!
Der Wetterbericht für die kommende Woche prognostiziert noch einmal viel Sonne und hohe Temperaturen. Im Burgenland bleibt es dabei durchgehend trocken und heiß. Allergiker:innen müssen in den kommenden Tagen mit Belastungen durch Beifuß- und Ragweedpollen sowie Pilzsporen rechnen.
Beim Beifuß handelt es sich um eine krautige Pflanze, die überwiegend an stark vom Menschen geprägten Standorten zu finden ist. Anders als die meisten Korbblütler ist er vorwiegend windbestäubt und kann bereits in geringen Konzentrationen erhebliche Beschwerden verursachen. Mit einem ersten Belastungsgipfel ist im Laufe dieser oder zu Beginn der kommenden Woche zu rechnen.
Die Gräserblüte ist auch im Burgenland am Abklingen und sorgt nur mehr für geringe Belastungen.
Entlang von Weges- oder Straßenrändern ist mit zusätzlichen Belastungen durch Ampfer, Fuchsschwanzgewächse und Wegerich zu rechnen.
Anders verhält es sich beim Ragweed. Im Burgenland sind viele der Pflanzen bereits gut entwickelt und sorgt derzeit für geringe bis mäßige Belastungen. Die Pflanze bevorzugt ähnliche Standorte wie der Beifuß und ist im Osten Österreichs weit verbreitet. Da beide Arten zur selben Familie der Korbblütler gehören, kann es bei Beifußallergiker:innen auch zu Kreuzreaktionen mit Ragweedpollen kommen.
Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.
Die Niederschläge fördern die Freisetzung von Pilzsporen, insbesondere die der Gattungen Alternaria, Cladosporium und Helminthosporium.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Brennnessel-, Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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