Eurovision Song Contest 2026
Polleninformation für den Eurovision Song Contest im Zeitraum vom 11. bis 17. Mai
Mit dem Eurovision Song Contest 2026 steht in Wien das nächste Großevent bevor. Auch wenn die Veranstaltung selbst in der Wiener Stadthalle und damit überwiegend in Innenräumen stattfindet, wo meist nur geringe Pollenbelastungen zu erwarten sind, kann es bei begleitenden Outdoor-Veranstaltungen, etwa beim Public Viewing am Wiener Rathausplatz, dennoch zu relevanten Pollenbelastungen kommen. Nachfolgend finden Sie einerseits eine allgemeine Polleninformation für Wien und andererseits Hinweise zu den Pflanzenarten im Bereich des Rathausplatzes, die derzeit Pollen freisetzen können.
Polleninformation für Wien
Die ESC-Woche beginnt wechselhaft mit Regen und Gewittern. Erst ab Mittwoch und Donnerstag sind sonnige Auflockerungen zu erwarten. Intensiver Regen kann Pollen vorübergehend aus der Luft waschen und dadurch Allergiker:innen kurzfristig entlasten.
Die aktuell größte allergologische Belastung geht vom Gräserpollen aus. Die Gräsersaison hat gerade begonnen und insbesondere Rispen-, Ruch-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser stehen derzeit in Blüte. Bei trockener und sonniger Witterung sind mäßige bis hohe Belastungen möglich. Zusätzlich kann der ebenfalls aktuell blühende Wegerich die Beschwerden verstärken.
Gelbliche Ablagerungen oder Schlieren in Regenpfützen sind derzeit ebenfalls möglich. Dabei handelt es sich um sogenannten Schwefelregen, der durch Nadelbaumpollen verursacht wird. Er gilt aus allergologischer Sicht als unbedenklich, kann bei hohen Konzentrationen in der Luft jedoch Augen und Atemwege mechanisch reizen.
Die Birkenpollensaison ist mittlerweile nahezu abgeschlossen. Auch die Belastung durch Buchen- und Eichenpollen nimmt deutlich ab. Kreuzreaktionen bei Birkenallergiker:innen sind jedoch weiterhin möglich.
In vielen Wiener Parks, auch im Umfeld der Stadthalle, können vereinzelt noch Manna-Eschen Pollen freisetzen. Diese können insbesondere bei Personen Beschwerden auslösen, die auf Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind. Auch Rosskastanien sind in diesen Bereichen häufig anzutreffen, ihre Blüte ist jedoch bereits weitgehend abgeschlossen.
Zusätzlich stehen in zahlreichen Parks Linden kurz vor der Blüte oder beginnen im Laufe der Woche zu blühen. Ebenso wie Manna-Esche und Rosskastanie zählen sie zu den insektenbestäubten Pflanzenarten, weshalb vergleichsweise wenig Pollen in die Luft abgegeben wird. Im unmittelbaren Umfeld der Bäume kann es dennoch zu Beschwerden kommen, entweder durch den Pollen selbst oder, im Fall der Linde, auch durch den intensiven Blütenduft.
Weitere derzeit nachweisbare Pollenarten wie Holunder und Maulbeere besitzen hingegen nur ein geringes allergenes Potenzial.
Lokale Pollenbelastung am Wiener Rathausplatz
Das Eurovision Village am Wiener Rathausplatz bietet heuer zahlreichen Besucher:innen die Möglichkeit, den Eurovision Song Contest beim gemeinsamen Public Viewing unter freiem Himmel zu verfolgen. Im Gegensatz zur Veranstaltung in der Stadthalle kann es hier daher zu stärkeren allergischen Belastungen kommen. Grundsätzlich ist mit ähnlichen Belastungen wie im übrigen Stadtgebiet zu rechnen. Bei trockenem Wetter sind daher auch am Rathausplatz mäßige bis hohe Belastungen durch Gräserpollen möglich.
Wie auf dem unten angeführten Bild mit den markierten Pflanzen zu erkennen ist, befinden sich im direkten Umfeld neben Rasenflächen auch mehrere Buchen und Rosskastanien. Diese Pflanzen haben den Höhepunkt ihrer Blüte bereits überschritten, können lokal jedoch weiterhin geringe Belastungen verursachen.
Ähnliches gilt für Papiermaulbeere und Maulbeere. Beim Kontakt mit deren Pollen sind Kreuzreaktionen bei Personen möglich, die auf Ulmen oder Brennnesselgewächse sensibilisiert sind.
Ein Großteil der relevanten Bäume am Rathausplatz, die im Moment Pollen freisetzen können, sind Linden und Zürgelbäume. Während Linden überwiegend insektenbestäubt sind und ihr Pollen meist nur im direkten Umfeld der Bäume in relevanten Mengen auftritt, kann der Pollen des Zürgelbaums weiter mit dem Wind transportiert werden und dadurch großräumiger Belastungen verursachen. Der Zürgelbaumpollen gilt als moderat allergen. Daten zur Sensibilisierungsrate in Österreich liegen derzeit allerdings nicht vor. Aufgrund botanischer Verwandtschaften sind Kreuzreaktionen mit Ulmen- und Brennnesselgewächsen jedoch nicht auszuschließen.
Um Beschwerden möglichst vorzubeugen, empfehlen wir Pollenallergiker:innen, eine geeignete Notfallmedikation mitzunehmen, regelmäßig die Pollenvorhersage sowie das stündliche Allergierisiko zu prüfen und tagsüber Sonnenbrille sowie Kappe zu tragen, um den Kontakt mit Pollen zu reduzieren.
Das Team des Österreichischen Polleninformationsdienstes wünscht eine spannende und möglichst beschwerdefreie ESC-Woche sowie beste Unterhaltung!
