Vorhersage
Polleninformation für Wien vom 4. Mai 2026
Steigende Belastungen durch Gräserpollen!
Nach einem sommerlich warmen Wochenende gestaltet sich auch der Beginn der kommenden Woche äußerst sonnig und weiterhin frühsommerlich warm. Zwar steigt zur Wochenmitte hin die Gefahr von Regen oder Unwettern, ansonsten sollte es aber trocken bleiben. Da bereits viele der frühblühenden Gräser in Blüte stehen, müssen sich Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind, auf eine steigende Belastung einstellen.
Derzeit sorgen vor allem Rispen-, Ruch-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser für geringe bis mäßige Pollenkonzentrationen in der Umgebungsluft.
In Wiesengebieten kann der ebenfalls schon blühende Wegerich für zusätzliche Belastungen sorgen.
Hinweis: Momentan findet man auf Autodächern oder Fensterbrettern einen gelblichen Staubfilm. Dabei handelt es sich um Pollen von Nadelbäumen wie Fichten, Kiefern und Tannen. Aus allergologischer Sicht ist er nicht relevant. Da dieser Pollen jedoch in hohen Konzentrationen in der Umgebungsluft vorkommt, kann er zu einer mechanischen Reizung der Augenbindehaut und der Atemwege führen.
Die Birkenblüte ist bereits vorbei. An den Messstellen werden nur noch sporadisch Pollen registriert. Belastungen können, wenn überhaupt, nur noch sehr lokal begrenzt auftreten.
Auch die Konzentrationen von Buchen- und Eichenpollen sind bereits rückläufig, sie können aber weiterhin zu Kreuzreaktionen bei Birkenpollenallergiker:innen führen.
In einigen Parks werden in den kommenden Tagen auch die ersten Linden zu blühen beginnen. Da ihre Blüten insektenbestäubt sind, sind sie meist nur in geringem Maße in der Umgebungsluft zu finden. Im direkten Umfeld kann es aber doch zu relevanten Pollenkonzentrationen kommen.
Im Wiener Umland stehen weiterhin die Rapsfelder in Blüte. Um mögliche Beschwerden zu vermeiden, sollten Pollenallergiker:innen die Nähe zu diesen Feldern meiden.
Bei den weißen Flocken in der Luft handelt es sich um die Samen und Samenhaare der Pappel. Ihr Flugzeitpunkt fällt meist mit dem Beginn der Gräserblüte zusammen. Anders als Gräserpollen können sie jedoch keine allergischen Beschwerden hervorrufen.
Personen, die auf den Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, müssen in den kommenden Tagen mit Beschwerden rechnen, die auf die Blüte der Manna-Esche zurückzuführen sind.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Maulbeere, Rosskastanie, Sauergräser, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Blühbereitschaft Gräser | am |
Wien-Innere Stadt | blühbereit |
Wien/Hohe Warte | blühbereit |
Wien/Schwechat-Flughafen | blühbereit |
Wien/Unterlaa | blühbereit |
Prognosedatum: 2026-05-04
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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