Vorhersage
Polleninformation für Österreich vom 7. Mai 2026
Wechselhaftes Wetter bringt schwankende Pollenbelastungen!
Die zweite Wochenhälfte startet mit wechselhaftem Wetter. Besonders im Westen Österreichs muss in den kommenden Tagen mit Niederschlägen gerechnet werden, aber auch im Süden können Gewitter und entsprechende Niederschläge auftreten. Sollten die Niederschläge intensiver ausfallen, können Pollen effektiv aus der Luft gewaschen werden. Davon profitieren in erster Linie Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind.
Denn mittlerweile spielt der Pollen der Bäume nur noch eine untergeordnete Rolle. Zwar sind vor allem in höheren Lagen immer noch geringe Belastungen durch Birkenpollen oder deren Verwandte wie Buche und Eiche möglich, im Pollenspektrum werden die Gräser aber immer dominanter.
Hauptverantwortlich für die derzeitigen Gräserpollenbelastungen sind Rispen-, Ruch-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Laut unserer Modellberechnung sollten die Gräser in den meisten Regionen bereits die Blühbereitschaft erreicht haben. Aufgrund fehlender Niederschläge im April ist heuer von einer leicht unterdurchschnittlich bis durchschnittlich intensiven Gräserpollensaison auszugehen.
Im Wiesenaspekt sind auch schon zusätzliche Belastungen durch Ampfer und Wegerich möglich.
Hinweis: Derzeit findet man auf Autodächern oder Fensterbrettern einen gelblichen Staubfilm. Dabei handelt es sich um Pollen von Nadelbäumen wie Fichten, Kiefern und Tannen. Aus allergologischer Sicht ist er nicht relevant. Da dieser Pollen jedoch in hohen Konzentrationen in der Umgebungsluft vorkommt, kann er zu einer mechanischen Reizung der Augenbindehaut und der Atemwege führen.
Bei den weißen Flocken in der Luft handelt es sich um die Samen und Samenhaare der Pappel. Ihr Flug fällt meist mit dem Beginn der Gräserblüte zusammen, sie können aber, anders als Gräserpollen, keine allergischen Beschwerden hervorrufen.
Personen, die auf den Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, müssen in den kommenden Tagen weiterhin mit Beschwerden rechnen, die auf die Blüte der Manna-Esche zurückzuführen sind.
Im ländlichen Raum blüht der Raps. Um mögliche Beschwerden zu vermeiden, sollten Pollenallergiker:innen die Nähe zu diesen Feldern meiden.
Die in Gärten gerne angepflanzten Linden stehen ebenfalls bereits kurz vor der Blüte und können bei passenden Bedingungen in den kommenden Tagen zu blühen beginnen. Ihre Blüten sind auf Insektenbestäubung angepasst und daher nur selten in der Luft zu finden, allerdings kann der Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Doldenblütler, Maulbeere, Rosskastanie, Sauergräser, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Blühbereitschaft Gräser | am |
Bregenz | blühbereit |
Eisenstadt | blühbereit |
Graz | blühbereit |
Innsbruck | blühbereit |
Klagenfurt | blühbereit |
Linz | blühbereit |
Salzburg | blühbereit |
St. Pölten | blühbereit |
Wien | blühbereit |
München | blühbereit |
Bozen | blühbereit |
Prognsedatum: 2026-05-07
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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