Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 21. Juni 2024

Die Belastung durch Gräserpollen nimmt zu!

Wetterbedingungen. Die Wetterlage hat weiterhin Einfluss auf die Pollenbelastung. Niederschläge werden die Pollenkonzentration in der Luft verringern und damit Pollenallergiker*innen Erleichterung verschaffen. Dagegen wird die allergene Belastung während der sonnigen Perioden zunehmen.
Zu beachten ist auch, dass die Pollenkörner bei Gewittern platzen und in winzige Partikel zerfallen können. Diese Fragmente werden dann vom Wind aufgewirbelt und können, wenn sie eingeatmet werden, Asthmaanfälle auslösen. Umgekehrt verringern Niederschläge in der Regel die Pollenbelastung.

Gräserpollen. Wir verzeichnen eine zunehmende Pollenbelastung durch Gräser, die je nach Wetterlage mäßige bis hohe Werte erreichen kann. Die höchsten Pollenbelastungen durch Gräser wurden in Wörgl und Lienz gemessen. Auch die Pollenkonzentrationen von Wegerich und Ampfer nehmen zu. Wegerichpollen haben eine mäßige Allergenität, die in der Regel mit der Empfindlichkeit von Gräserpollen vergleichbar ist. Ampferpollen haben eine geringe Allergenität, die oft von einer Gräserpollenallergie überlagert wird. In höheren Lagen (über 1500 m) nimmt die Pollenbelastung durch Gräser zu, weshalb Pollenallergiker*innen dort in der kommenden Woche mit mäßigen Werten rechnen sollten.

Grünerle. Die Grünerle blüht noch in höheren Lagen. Die allergene Belastung kann mäßige Werte erreichen, wie zum Beispiel in Obergurgl.

Edelkastanie. Darüber hinaus verzeichnen wir derzeit geringe Konzentrationen von Edelkastanienpollen. Edelkastanienpollen können lokal Kreuzreaktionen bei Birkenpollenallergiker*innen auslösen.

Andere Pollenarten. Wir registrieren unter anderem auch Pollen von Fichte, Kiefer, Zypressengewächsen, Holunder, Linde, Brennnessel und Seggen, die von geringer allergologischer Bedeutung sind.

Pilzsporen. Die Konzentrationen von Pilzsporen sind im Allgemeinen mäßig. Pilzsporen können einige allergische Reaktionen hervorrufen.

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Hören Sie unseren Podcast in Kooperation mit dem Springer Verlag: Eine schrecklich allergene Familie - 1. Bilanz der Gräserpollen-Saison 24
Springer: www.springermedizin.at/podcasts/allergologie-und-immunologie/graeserpollenallergie/27197170

Für den Inhalt verantwortlich

Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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