Vorhersage
Polleninformation für Wien vom 11. Mai 2026
Wechselhaftes Wetter führt zu schwankenden Pollenbelastungen!
Die neue Woche beginnt in Wien mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für Regen und Gewitter. Erst am Mittwoch und Donnerstag scheint für längere Zeit die Sonne, bevor die Niederschlagswahrscheinlichkeit wieder zunimmt. Sollte der Regen intensiv ausfallen, kann er die Pollen effektiv aus der Luft waschen und somit die Belastung für Allergiker:innen deutlich reduzieren. Davon würden besonders jene Personen profitieren, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind.
Denn die Gräserblüte hat aus allergologischer Sicht mittlerweile die höchste Relevanz in der Hauptstadt. Wir befinden uns weiterhin am Beginn der Saison, das bedeutet, dass vor allem Rispen-, Ruch-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser für die Pollenfreisetzung verantwortlich sind. In Wiesen können die Belastungen durch ebenfalls blühende Ampfer- und Wegericharten zusätzlich intensiviert werden.
Hinweis: Derzeit sind in Regenpfützen gelbe Schlieren zu sehen. Dieses Phänomen wird als Schwefelregen bezeichnet und ist auf Pollen von Nadelbäumen wie Fichten, Kiefern und Tannen zurückzuführen. Aus allergologischer Sicht ist dieser Pollen nicht relevant. In sonnigen Phasen können jedoch hohe Konzentrationen in der Umgebungsluft entstehen, die eine mechanische Reizung der Augenbindehaut und der Atemwege verursachen können.
Die Birkenblüte ist bereits vorüber. An den Messstellen werden nur noch vereinzelt Pollen registriert. Belastungen können, wenn überhaupt, nur noch sehr lokal begrenzt auftreten.
Auch die Konzentrationen von Buchen- und Eichenpollen sind bereits rückläufig. Sie können aber weiterhin zu Kreuzreaktionen bei Birkenpollenallergiker:innen führen.
Aufgrund des Wetterumschwungs verzögert sich die Blüte der Linde etwas. Sobald es wieder längere Zeit trocken bleibt, ist mit dem Blühbeginn zu rechnen. Da ihre Blüten insektenbestäubt sind, sind sie in der Umgebungsluft meist nur in geringem Maße zu finden. Im direkten Umfeld kann es dennoch zu relevanten Pollenkonzentrationen kommen, die den intensiven Blütenduft der Linden in die Atemwege mancher Allergiker:innen tragen.
Die Rapsfelder im Wiener Umland haben ihren Blühhöhepunkt bereits überschritten. Allergiker:innen wird dennoch empfohlen, die Nähe zu diesen Feldern weiterhin zu meiden.
Personen, die auf die Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, müssen in den kommenden Tagen mit Beschwerden rechnen, die auf die Blüte der Manna-Esche zurückzuführen sind. Doch auch hier ist bereits ein Ende der Belastungsperiode absehbar.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Holunder, Maulbeere, Robinie, Rosskastanie, Sauergräser, Schmetterlingsblütler und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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