Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Wien

Polleninformation für Wien vom 27. Juli 2026

Pilzsporen sorgen für intensive Belastungen!

Die nächste Hitzewelle rollt an und wird in der kommenden Woche für trockene Bedingungen und überdurchschnittlich hohe Temperaturen sorgen. Während die Gräserblüte ihren Höhepunkt bereits überschritten hat und daher nicht mehr wirklich von diesem Wetter profitiert, ist dies beim Beifuß der Fall. Auch Pilzsporen sind zu dieser Jahreszeit sehr häufig in der Umgebungsluft zu finden.

Die Gräserpollensaison beginnt auszuklingen und sorgt meist nur mehr für geringe allergische Belastungen in Wien. In Wäldern oder entlang von Flussläufen können die Belastungen auch noch intensiver ausfallen. In der Nähe von Maisfeldern sind auch noch höhere Belastungen möglich. Da Maispollen jedoch sehr groß ist, kann er ebenso wie der Pollen anderer Getreidearten, nicht sehr weit vom Wind verfrachtet werden.

Entlang von Weges- oder Straßenrändern ist mit zusätzlichen Belastungen durch Ampfer, Fuchsschwanzgewächse und Wegerich zu rechnen.

Anders als die Gräserblüte nehmen die Belastungen durch Beifuß rapide zu, ehe der Höhepunkt der Saison Mitte August erreicht wird.

Auch das Ragweed wächst und sprießt, bis zur Blüte wird es noch bis in den August dauern. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Brennnesselgewächsen, Sauergräsern, Weinreben und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Gemeiner Beifuß, ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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