Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Wien

Polleninformation für Wien vom 18. Mai 2026

Intensive Belastungen durch Gräserpollen!

Der Start in die neue Woche wird von Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad begleitet. Zwar kündigt der Wetterbericht auch einige Wolken an, die Schauerneigung ist aber nur von Mittwoch bis Donnerstag leicht erhöht. Dadurch können Bedingungen entstehen, die intensiven Pollenflug begünstigen. Besonders betroffen sind Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind.

Denn mittlerweile haben in der Hauptstadt bereits etliche Gräserarten die Blüte erreicht. Unter anderem wurden bereits blühende Vertreter von Glatthafer, Mäusegerste, Rispen-, Ruch-, Knäuel- und Fuchsschwanzgras gesichtet. Sie sind für die aktuellen Belastungen verantwortlich. In Wiesen können die Belastungen durch ebenfalls blühende Ampfer- und Wegericharten zusätzlich intensiviert werden. 

Die Blüte der Manna-Esche neigt sich dem Ende zu und kann nur noch sehr lokal begrenzt zu allergischen Belastungen führen.

In den kommenden Tagen werden außerdem die ersten Linden zu blühen beginnen. Da die Blüten dieser Pflanze auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann ihr Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.

In der Umgebungsluft befinden sich weiterhin Pollen der Nadelbäume, die aus allergologischer Sicht jedoch nicht relevant sind. 

In unseren Luftproben sind zudem immer mehr Pilzsporen enthalten, die bei Allergiker:innen zu Beschwerden führen können. Derzeit sind die gemessenen Konzentrationen noch niedrig, werden bis zum Sommer aber noch deutlich ansteigen.

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Brennnesselgewächse, Doldenblütler, Holunder, Robinie, Rosskastanie, Schmetterlingsblütler, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühendes Fuchsschwanzgras ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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