Vorhersage
Polleninformation für Niederösterreich vom 3. September 2026
Pilzsporen und Ragweed belasten!
In der zweiten Wochenhälfte bleibt es im Niederösterreich zwar bewölkt, aber größtenteils trocken. Für die derzeitigen Belastungen sind die beiden Korbblütler Ragweed und Beifuß sowie die nach wie vor hohen Pilzsporenwerte verantwortlich. Samstags kann es etwas regnen. Je nachdem, wie stark die Niederschläge ausfallen verschaffen sie Pollenallergiker:innen kurzfristige Entlastung. Allergiker:innen, die auf Pilzsporen reagieren, müssen nach den Regenfällen mit Belastungsanstieg rechnen.
Das Ragweed steht in Niederösterreich in Blüte. Dieser hochallergene Korbblütler wächst bevorzugt an Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern und kann auch in Soja-, Kürbis- und Sonnenblumenfeldern dichte Bestände bilden. Bereits wenige Pollenkörner pro Kubikmeter Atemluft können bei sensibilisierten Personen zu Symptomen führen.
Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie die Pflanze über die Ragweed Finder App oder auf ragweedfinder.at melden und damit die zuständigen Stellen der Bundesländer über das Vorkommen dieser invasiven Pflanze informieren.
Während der Gemeine Beifuß größtenteils abgeblüht ist, wurden erste blühende Exemplare des spätblühenden Einjährigen und des Katschatka Beifußes gesichtet. Da beide Korbblüter hochallergen sind, sollten sensibilisierte Personen dichte Bestände meiden.
Die meisten Gräser sind in Niederösterreich bereits abgeblüht. Entlang stehender und fließender Gewässer beginnt das Schilf jedoch vereinzelt zu blühen. Allergiker:innen, die auf Gräser sensibilisiert sind, sollten dies bei Spaziergängen berücksichtigen.Pollen von Fuchsschwanzgewächsen und Wegerich sind ebenfalls weiterhin in der Luft zu finden und können die Belastung für Allergiker:innen zusätzlich verstärken.
Auch die Konzentration der Pilzsporen bleibt auf einem für den Spätsommer typischen mäßigen bis hohen Niveau.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Brennnessel-, Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Sabine Kottik.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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