Vorhersage
Polleninformation für Österreich vom 15. Mai 2026
Regen ist für Pollenallergiker:innen ein Segen!
Am Freitag und am Samstag wird es in ganz Österreich ausgiebig regnen. Der Regen bremst den Pollenflug und verschafft Allergiker:innen eine Entlastungsphase. Ab Sonntag wird das Wetter wieder besser, und die Sonne kommt heraus. Sobald die Blütenstände abgetrocknet sind, kann der Pollenflug wieder Fahrt aufnehmen.
Wir befinden uns aktuell in der Phase der frühblühenden Gräser. Verantwortlich für die aktuell messbaren Pollenkonzentrationen sind vor allem Glatthafer, Mäusegerste, Rispen-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Ab Sonntag müssen sich auf Gräser sensibilisierte Allergiker:innen auf steigende Pollenkonzentrationen und damit verbundene Belastungen einstellen. Ebenfalls blühen im Wiesenaspekt Ampfer und Wegerich. Diese können die Belastungen verstärken. Auch erste Brennnesseln haben die Blüte erreicht.
Buche und Eiche haben in den meisten Teilen des Landes ebenfalls schon den Höhepunkt ihrer Blüte überschritten und werden nur noch selten in Konzentrationen nachgewiesen, die intensive allergische Beschwerden hervorrufen können.
Personen, die auf den Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, müssen in den kommenden Tagen weiterhin mit Beschwerden rechnen, die auf die Blüte der Manna-Esche zurückzuführen sind.
Viele Rapsfelder sind bereits am Abblühen. Um mögliche Beschwerden zu vermeiden, sollten Pollenallergiker:innen die Nähe zu diesen Feldern dennoch meiden.
Auch die in Gärten und entlang von Straßen gerne angepflanzten Linden stehen kurz vor der Blüte. Die Niederschläge werden die Blüte etwas verzögern. Da die Blüten dieser Pflanze auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie generell eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann der Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Doldenblütler, Holunder, Maulbeere, Robinie, Rosskastanie, Sauergräser, Schmetterlingsblütler, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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