Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Wien

Polleninformation für Wien vom 29. Juni 2026

Hitze und Gräserpollenbelastungen halten an!

Auch zu Beginn der neuen Woche hält die Hitzewelle vom Wochenende weiter an. Erst zur Wochenmitte hin kann es zu einer leichten Abkühlung und dem einen oder anderen Wärmegewitter kommen.

Sollten die Gewitter mit erhöhter Blitzaktivität einhergehen, kann es wider Erwarten auch zu einer Belastungssteigerung kommen. Bei diesem als Gewitterasthma bezeichneten Phänomen platzen Pollen auf und es gelangen Unmengen an freiem Allergen in die Luft.

Somit können Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind, auch bei nur noch mäßigen Pollenkonzentrationen unter intensiven Beschwerden leiden.
Generell ist davon auszugehen, dass die Gräserpollenbelastung in Wien, vor allem entlang von Flussläufen oder in Wäldern, noch hoch sein kann.
In Wiesenbereichen ist zudem mit einer zusätzlichen Belastung durch Ampfer, Fuchsschwanzgewächse und Wegerich zu rechnen.

Die aktuellen Witterungsbedingungen verschlechtern auch die Luftqualität, vor allem in Bezug auf bodennahes Ozon. Die Kombination aus schlechter Luftqualität und hohen Pollenkonzentrationen kann die Belastung für Allergiker:innen erheblich verstärken.

Die Blüte der Edelkastanien neigt sich dem Ende zu. Dennoch können Personen, die auf Buchen- oder Birkengewächse sensibilisiert sind, unter Beschwerden durch Kreuzreaktionen leiden.

Zusätzlich sollten Personen, auf den Pollen der Ölbaumgewächse sensibilisiert sind, auch mit geringen Konzentrationen von Ligusterpollen in der Luft rechnen.

An klimatisch besonders begünstigten Standorten wurden bereits erste blühende Vertreter des Beifußes gesichtet. Damit wird lokal bereits jetzt die Kräuterpollensaison eingeläutet. Bis die Pflanzen flächendeckend blühen, dauert es allerdings noch einige Wochen. Lokal kann es jedoch bereits zu geringen allergischen Belastungen kommen.

Die feucht-warmen Witterungsbedingungen führen zu einem Anstieg der Konzentrationen an Pilzsporen in der Umgebungsluft und damit auch zu einer höheren Belastung für betroffene Allergiker:innen. 

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Bienenweide, Brennnesselgewächse, Sauergräser, Schmetterlingsblütler, Wein und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Einjähriges Weidelgras ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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