Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für

Polleninformation für Österreich vom 28. August 2025

Störungseinfluss sorgt für schwankende Pollenbelastungen!

Die Wetterprognose für die zweite Wochenhälfte zeigt eine deutliche Veränderung im Vergleich zum Wochenbeginn: Von Westen her zieht eine Störungszone über Österreich, die im Westen bereits ab Donnerstag und im Rest des Landes ab Freitag für teils gewittrige Regenschauer sorgt. Erst am Sonntag setzt sich die Sonne dann im gesamten Land wieder durch. Pollenallergiker:innen müssen daher im Prognosezeitraum mit schwankenden Belastungen rechnen. Vor allem im Osten muss mit intensiverem Pollenflug gerechnet werden, da die Niederschläge dort weniger intensiv erwartet werden.

Wir befinden uns derzeit in der Hauptbelastungsphase der diesjährigen Ragweed-Pollensaison. Das bedeutet, dass vor allem im Osten und Südosten des Landes mit sehr hohen Belastungen durch diesen Neophyten gerechnet werden muss. Über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder” wurden dieses Jahr bereits knapp 2.200 Ragweedpopulationen gemeldet. Besonders auffällig sind dieses Jahr die überwiegend sehr individuenreichen Populationen im Burgenland und in der Südoststeiermark, die lokal für sehr hohe Pollenkonzentrationen in der Luft sorgen können. Personen, die an einer Ragweed-Pollenallergie leiden, wird daher geraten, die online einsehbare Ragweed-Landkarte zu konsultieren, um Regionen mit hohem Vorkommen bei Freizeitaktivitäten zu meiden.

Sollten Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, freuen wir uns auch weiterhin über Ihre Fundmeldung über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“. Meldungen können entweder über die Website oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Zusätzlich zu den Ragweedpollen befindet sich mit dem Beifuß ein weiterer Vertreter der Korbblütler im Pollenspektrum. Hier ist die erste Hauptbelastungsphase bereits überschritten und es werden im Osten meist nur noch geringe Konzentrationen nachgewiesen. In den Tallagen des Westens sind hingegen noch höhere Konzentrationen zu erwarten, sofern die Witterungsbedingungen es zulassen. Personen, die auf dieses Ackerbeikraut sensibilisiert sind, sollten dichte Bestände in den Vormittagsstunden meiden – sowohl im Osten als auch im Westen. Der Beifuß wächst beispielsweise an Feld- oder Wegrändern, auf Trockenrasen oder auf Schutthalden.

In den Niederungen, aber auch auf Almen in höheren Lagen sowie in Wäldern, blühen weiterhin verschiedene Grasarten. An unseren Messstellen wurden in der vergangenen Woche meist nur geringe Konzentrationen registriert. In der direkten Umgebung von Wiesen und blühenden Beständen können bei sensibilisierten Personen jedoch weiterhin stärkere Belastungen auftreten.

Auf Wiesen und an stark vom Menschen beeinflussten Standorten blühen nach wie vor Wegerich und Brennnessel. Sie können bei sensibilisierten Personen zu einer zusätzlichen Belastung führen.

In der Umgebungsluft finden sich weiterhin mäßige bis hohe Konzentrationen von Pilzsporen. In höheren Lagen und über der Baumgrenze sind die Belastungen durch Pilzsporen merklich geringer.

In der Umgebungsluft konnten außerdem die Pollenarten Bingelkraut, Hanf, Hopfen, Doldenblütler, Gänsefuß-, Nelken- und Zypressengewächse sowie Springkraut nachgewiesen werden. Diese sind allergologisch von untergeordneter Bedeutung.

Ragweed (Beifußblättriges Traubenkraut) ©Ragweed-Finder

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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