Vorhersage
Polleninformation für Vorarlberg vom 23. April 2026
Die Zahl der abgeblühten Birken nimmt zu, sie belasten jedoch weiterhin!
Bis zum Beginn der kommenden Woche bleibt das Wetter in Vorarlberg trocken, mild und überwiegend sonnig. Unter diesen stabilen Bedingungen kann sich Pollen ungehindert in der Luft ausbreiten – Allergiker:innen müssen daher weiterhin mit einer hohen Belastung rechnen.
Hauptverantwortlich für die aktuelle Pollensituation im Ländle ist nach wie vor die Birke. In den Tallagen haben viele Bäume ihre Kätzchen bereits abgeworfen, während Birken in höheren Lagen weiterhin Pollen freisetzen können. Die Blüte der Hainbuche ist hingegen größtenteils abgeschlossen; entsprechend werden nur noch geringe Pollenkonzentrationen gemessen.
Derzeit stehen die Vorarlberger Eichen und Buchen in Blüte. Aufgrund ihrer botanischen Verwandtschaft zu den Birkengewächsen können sie bei empfindlichen Personen Kreuzreaktionen auslösen.
Ebenso blüht die Mannaesche: Sie ist zwar für Eschenpollen-Allergiker:innen relevant, produziert jedoch deutlich weniger Pollen als die Gemeine Esche, da sie überwiegend von Insekten bestäubt wird. Dennoch sollten sensibilisierte Personen den direkten Kontakt mit diesen Bäumen meiden.
Auch der Flieder befindet sich aktuell in Blüte. Als Verwandter der Esche kann er ebenfalls Kreuzreaktionen hervorrufen. Da seine Bestäubung hauptsächlich durch Insekten erfolgt, ist die Pollenbelastung meist gering und vor allem im unmittelbaren Umfeld spürbar. Personen mit Empfindlichkeit gegenüber Ölbaumgewächsen sollten daher darauf verzichten, blühende Zweige in Innenräumen aufzustellen.
Die Platane, ein beliebter Park- und Alleebaum, steht in Vorarlberg in voller Blüte. Besonders entlang von Platanenalleen kann es zu spürbaren Belastungen kommen. Gleichzeitig beginnen auch die Rosskastanien zu blühen. Aufgrund ihrer Verwandtschaft sind sie vor allem für Menschen relevant, die auf Ahornpollen sensibilisiert sind.
In den Niederungen nimmt die Zahl der frühblühenden Gräser langsam, aber stetig zu. Erste blühende Rispen-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser wurden bereits beobachtet, sodass lokal mit geringen bis mäßigen Belastungen zu rechnen ist. In höheren Lagen wird die Gräserblüte hingegen noch etwas auf sich warten lassen.
Auf den Feldern steht zudem der Raps in Blüte. In der Nähe dieser gelb blühenden Flächen kann die Pollenbelastung deutlich erhöht sein, weshalb empfindliche Personen solche Gebiete möglichst meiden sollten.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind aktuell auch Pollen von Ahorn, Lärche, Binsen- und Zypressengewächsen in der Luft vorhanden. Von diesen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.
| Blühbereitschaft Gräser | am |
|---|---|
Alberschwende | 2026-05-12 |
Bludenz | 2026-05-03 |
Bregenz | 2026-05-07 |
Dornbirn | 2026-05-06 |
Feldkirch | 2026-05-05 |
Prognose vom 2026-04-23
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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