Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 17. April 2026
Höhepunkt der Birkenpollensaison – hohe allergene Belastung in Tirol!
In der vergangenen Woche sind die Pollenproduktion und -verbreitung in Tirol auf einem hohen Niveau geblieben. Wir befinden uns nun in der Hauptphase der Pollensaison, in der mehrere Baumarten gleichzeitig blühen.
Birkenpollen: Die Birkenpollensaison hat nun ihren Höhepunkt erreicht. Die Birke ist aktuell der dominierende allergene Pollentyp, mit hohen bis lokal sehr hohen allergenen Belastungen in der gesamten Region. In diesem Jahr ist die Birkenpollensaison besonders intensiv, und viele Allergiker:innen leiden unter starken Symptomen. Nur Niederschlagsphasen können die Pollenkonzentrationen vorübergehend reduzieren. Auch Hainbuche und Hopfenbuche stehen derzeit in Blüte und können mäßige Pollenkonzentrationen erreichen. Aufgrund von Kreuzreaktionen mit Birkenpollen können diese Arten allergische Reaktionen auslösen oder verstärken, insbesondere in städtischen Gebieten und Parks. Auch Eichenpollen sind vorhanden und nehmen zu; obwohl sie in der Regel weniger allergen sind, können sie durch Kreuzreaktionen mit Birkenpollen ebenfalls zu Beschwerden beitragen.
Eschenpollen: Eschenpollen sind weiterhin in der Luft vorhanden und tragen zur allergenen Belastung bei. In der Region werden überwiegend mäßige Konzentrationen gemessen.
Platanenpollen: Die Konzentration von Platanenpollen wird in der kommenden Woche voraussichtlich zunehmen, insbesondere in Bereichen mit Platanenbeständen wie städtischen Alleen.
Weitere Pollentypen: Pollen aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) sind weiterhin in der Luft vorhanden, haben jedoch in Tirol eine geringe allergene Relevanz.
Situation in höheren Lagen: In höheren Höhenlagen ist die allergene Belastung weiterhin geringer als in den Tallagen. Mit fortschreitender Vegetationsentwicklung nehmen die Pollenkonzentrationen jedoch auch dort allmählich zu.
Derzeit werden in weiten Teilen der Region hohe bis sehr hohe Birkenpollenkonzentrationen beobachtet, was diese Phase zu einer besonders herausfordernden Zeit für Allergikerinnen macht. Die Pollenbelastung wird in den kommenden Tagen voraussichtlich hoch bleiben. Kühlere Temperaturen und Niederschlagsphasen können lokal und vorübergehend für Entlastung sorgen, insgesamt bleibt die Situation jedoch belastend für Allergikerinnen.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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