Vorhersage
Polleninformation für Niederösterreich vom 23. April 2026
Die Birkenblüte neigt sich in den Niederungen dem Ende zu, sie sorgt jedoch weiterhin für hohe Pollenlast!!
Von der Enns bis zur March bleibt es bis zum Beginn der kommenden Woche trocken, mild und überwiegend sonnig. Diese stabilen Wetterverhältnisse sorgen dafür, dass die Pollenbelastung in ganz Niederösterreich weiterhin auf hohem Niveau bleibt.
Die Birke ist nach wie vor das wichtigste Allergen in der Luft. Im Donauraum, im Weinviertel und im Wiener Becken haben viele Birken den Großteil ihres Pollens bereits abgegeben und beginnen, ihre Kätzchen abzuwerfen. In den höher gelegenen Regionen des Industrie-, Most- und Waldviertels können Birken jedoch weiterhin große Mengen an Pollen freisetzen. Dort werden nach wie vor hohe bis sehr hohe Konzentrationen gemessen. Zudem können in den Nachmittagsstunden pollenreiche Luftmassen aus diesen Gebieten in die Niederungen transportiert werden. Die Blüte der Hainbuche ist hingegen in weiten Teilen Niederösterreichs bereits abgeschlossen, entsprechend werden nur noch geringe Mengen registriert.
Eichen und Buchen stehen in Niederösterreich am Beginn ihrer Blütezeit. Aufgrund ihrer Verwandtschaft zu den Birkengewächsen können sie bei empfindlichen Personen ebenfalls allergische Kreuzreaktionen auslösen.
Auch die Mannaesche, ein häufiger Straßen- und Parkbaum, hat zu blühen begonnen. Für Menschen mit einer Eschenpollen-Allergie ist sie zwar relevant, produziert jedoch deutlich weniger Pollen als die Gemeine Esche, da sie vorwiegend von Insekten bestäubt wird. Dennoch sollte das direkte Umfeld dieser Bäume gemieden werden.
Der Flieder steht ebenfalls in Blüte. Als Verwandter der Esche kann er bei Personen mit Sensibilität gegenüber Ölbaumgewächsen Kreuzreaktionen hervorrufen. Da auch er überwiegend von Insekten bestäubt wird, ist die Pollenbelastung meist gering und auf die unmittelbare Umgebung beschränkt. Empfindliche Personen sollten daher auf das Aufstellen blühender Zweige in Innenräumen verzichten.
Die Platane befindet sich derzeit in voller Blüte und kann besonders entlang von Alleen zu spürbaren Belastungen führen. Gleichzeitig beginnen auch die Rosskastanien zu blühen. Aufgrund ihrer Verwandtschaft sind sie vor allem für Menschen von Bedeutung, die auf Ahornpollen reagieren.
Der Raps blüht auf den Feldern Niederösterreichs. Sensibilisierte Personen sollten das Umfeld dieser gelbblühenden Äcker meiden, da hier die Belastung intensiv ausfallen kann.
In den tiefer gelegenen Regionen wie dem Donauraum, dem Weinviertel und dem Wiener Becken nimmt die Zahl der frühblühenden Gräser langsam, aber stetig zu. Erste blühende Rispen-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser wurden bereits beobachtet, wodurch lokal mit geringen bis mäßigen Belastungen zu rechnen ist. In den höher gelegenen Regionen des Industrie-, Most- und Waldviertels dauert es hingegen noch etwas, bis die Gräser zu blühen beginnen.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen befinden sich derzeit auch Pollen von Ahorn, Lärche, Binsen- und Zypressengewächsen in der Luft. Von diesen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.
| Blühbereitschaft Gräser | am |
|---|---|
Allentsteig | 2026-05-15 |
Amstetten | 2026-05-05 |
Gumpoldskirchen | 2026-05-04 |
Gutenstein-Mariahilfberg | 2026-05-13 |
Hohe Wand/Hochkogelhaus | 2026-05-19 |
Krems | 2026-05-03 |
Lunz | 2026-05-13 |
Reichenau/Rax | 2026-05-09 |
St. Pölten | 2026-05-05 |
Tulln/Langenlebarn | 2026-05-03 |
Waidhofen/Ybbs | 2026-05-06 |
Wiener Neustadt | 2026-05-05 |
Zwerndorf-Marchegg | 2026-05-03 |
Prognose vom 2026-04-23
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Sabine Kottik.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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