Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Wien

Polleninformation für Wien vom 3. August 2026

Anhaltende Hitzewelle und steigende Beifußpollenbelastungen!

Die Hitzewelle setzt sich fort, und gegen Ende der Woche steigt die Wahrscheinlichkeit für Wärmegewitter am Nachmittag und Abend deutlich an. Pollenallergiker:innen müssen in den kommenden Tagen weiterhin mit Gräserpollenbelastungen rechnen, auch wenn diese nur mehr geringe bis mäßige Werte erreichen werden. Die Beifußpollenbelastung wird im Wochenverlauf hingegen zunehmen und kann gemeinsam mit den Pilzsporen zu starken Belastungen führen.

Achtung bei Gewittern: Durch die besonderen Bedingungen vor und während Gewittern mit erhöhter Blitzaktivität können Pollenkörner aufplatzen und ungewöhnlich große Mengen an Allergen freisetzen. Dies kann zu sprunghaften Belastungsanstiegen führen und das als Gewitterasthma bekannte Phänomen auslösen.

Die Gräserpollensaison hat ihren Höhepunkt überschritten und sorgt meist nur mehr für geringe Pollenkonzentrationen in der Umgebungsluft. In Wäldern oder entlang von Flussläufen können die Belastungen auch noch intensiver ausfallen. 

Entlang von Weges- oder Straßenrändern ist mit zusätzlichen Belastungen durch Ampfer, Fuchsschwanzgewächse und Wegerich zu rechnen.

Anders als die Gräserblüte nehmen die Belastungen durch Beifuß rapide zu, ehe der Höhepunkt der Saison Mitte August erreicht wird.

Auch das Ragweed wächst und sprießt, bis zur Blüte wird es noch bis in den August dauern. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Brennnessel-, Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Gemeiner Beifuß ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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