Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Vorarlberg

Polleninformation für Vorarlberg vom 17. August 2026

Der Regen bringt Abkühlung und Entlastung für Pollenallergiker:innen.!

Zu Beginn der Woche wäscht der ausgiebige Regen den Pollen aus der Luft und beschert Allergiker:innen Entlastung. Sobald die Regenfälle nachlassen, müssen sich Personen, die auf Pilzsporen reagieren, wieder auf erhöhte Belastungen einstellen. Ab Mittwoch kann auch der Pollenflug von Ragweed und Beifuß wieder an Schwung gewinnen.

Der Gemeine Beifuß blüht weiterhin in den Niederungen Vorarlbergs. Beifußpollen ist hoch allergen und bereits wenige Pollenkörner, 6 bis 10 pro Kubikmeter Atemluft, können zu Belastungen führen. Sensibilisierte Personen sollten dichte Bestände, wie sie zum Beispiel an Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern sowie entlang des Rheins und der Ill vorkommen, meiden. 

Im Rheintal blüht das Ragweed und sorgt lokal für Belastungen. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Die Konzentration von Gräserpollen erreicht meist nur noch ein geringes Niveau. Vereinzelt finden sich noch blühende Gräser in Wäldern oder in Höhenlagen über 1500 Metern Seehöhe, die lokal für Belastungen sorgen können. Auch Brennnessel, Gänsefußgewächse und Wegerich stehen weiterhin in Blüte und tragen zur Pollenlast bei.

Besonders nach Regenfällen werden verstärkt Pilzsporen freigesetzt. In den kommenden Tagen müssen Personen, die auf Pilzsporen reagieren, daher mit einer mäßigen bis hohen Belastung rechnen. In höheren Lagen ist die Belastung geringer.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Hopfen, Hanf und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Gemeiner Beifuß, ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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