Vorhersage
Polleninformation für Wien vom 10. September 2026
Regen sorgt kurzfristig für Entlastung!
Donnerstag und Freitag bringen in Wien trübes, nasses Wetter mit wiederholten Regenschauern, lebhaftem West- bis Nordwestwind und Temperaturen von nur 17 bis 21 Grad. Ab Samstag setzt sich die Sonne zunehmend durch, und mit Höchstwerten von 20 bis 24 Grad steigen auch die Pollenbelastungen rasch wieder an. Hauptallergen in Wien bleibt Ragweed.
Ragweedpollen ist hochallergen und kann bereits in kleinsten Mengen erhebliche allergische Reaktionen auslösen. Da in den kommenden Tagen überwiegend Wind aus Nord und West erwartet wird, ist Ferntransport aus Ost- und Südosteuropa vorerst nicht zu erwarten. Die lokalen Wiener Bestände sorgen dennoch an trockenen, sonnigen Tagen für mäßige bis hohe Belastungen.
Der gemeine Beifuß ist auch in Wien weitestgehend abgeblüht, relevante Belastungen beschränken sich auf das unmittelbare Umfeld großer Bestände. Da jedoch der einjährige Beifuß sowie der Kamtschatka-Beifuß vereinzelt zu blühen beginnen, ist im Verlauf der Woche ein zweiter Belastungsgipfel möglich. Kreuzreaktionen mit Ragweed sind möglich.
Gräserpollenallergiker:innen können durch die beginnende Schilfblüte erneut Beschwerden verspüren. Da der Wind überwiegend aus nördlicher oder westlicher Richtung weht, ist ein Ferntransport von Schilfpollen vom Neusiedler See nach Wien vorerst nicht zu erwarten. Nennenswerte Belastungen sind daher nur durch lokal angepflanzte Ziergräser möglich.
Die Pilzsporenbelastungen gehen langsam auf mäßiges Niveau zurück. Betroffene sollten Aufenthalte im Freien unmittelbar nach dem Regen nach Möglichkeit einschränken.
Pollen von Brennnessel-, Fuchsschwanzgewächsen und Wegerich sind weiterhin im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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