Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Vorarlberg

Polleninformation für Vorarlberg vom 3. August 2026

Ab Mittwochabend beendet Regen die Hitzewelle und verschafft Pollenallergiker:innen Entlastung!

In den Tallagen Vorarlbergs werden in den kommenden Tagen weiterhin Tageshöchstwerte von 35 °C erreicht. Da die Beifußblüte gerade beginnt und die Hauptblüte der Gräser bereits vorüber ist, ist in den kommenden Tagen mit einer moderaten Pollenlast zu rechnen. In den Abendstunden steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit. Dies ist für Pollenallergiker relevant, da vor Gewittern mit erhöhter Blitzaktivität Pollen aufplatzen können. Dadurch können große Mengen des Allergens in die Luft gelangen und zu sehr spontanen Belastungsspitzen, dem sogenannten „Thunderstorm Asthma“, führen. Ab Mittwoch sinken die Temperaturen und es wird häufig und ausgiebig regnen. Der Regen verschafft Pollenallergiker:innen Entlastung. Durch das feuchtwarme Wetter wird sich der Pilzsporenflug jedoch intensivieren. Allergiker:innen, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind müssen sich auf hohe Belastungen einstellen.

Der Gemeine Beifuß blüht in den Tallagen Vorarlbergs. Bis zur Hochblüte wird es jedoch noch einige Tage dauern. Da sein Pollen hoch allergen ist, sollten sensibilisierte Personen Standorte mit dichten Beständen meiden (z.B. an Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern, entlang des Rheins und der Ill). 

In den Niederungen Vorarlbergs sind die Konzentrationen der Gräserpollen auf ein niedriges Hochsommerniveau gesunken. Entlang von Bach- und Flussläufen sowie in Wäldern können jedoch weiterhin blühende Gräser angetroffen werden, sodass lokal intensiver Pollenflug möglich ist. In den Bergregionen der Vorarlbergs, insbesondere in Höhenlagen über 1500 Metern Seehöhe, blühen einige Gräserarten weiterhin und es können allergie-relevante Pollenmengen in der Luft sein. Bei passender Windrichtung können Gräserpollen von dort in die Tallagen transportiert werden und die lokale Belastung verstärken.

Die Maisblüte geht zu Ende. Trotzdem sollten Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind, Maisfelder weiterhin meiden, da hier noch intensiver Pollenflug auftreten kann. Maispollen gehören zu den größten Pollen des Pflanzenreichs und fliegen deshalb nur kurze Strecken.

Im Wiesenaspekt blühen und belasten weiterhin Brennnessel, Ampfer und Wegerich.

Auch das Ragweed wächst und sprießt im Rheintal, bis zur Blüte wird es noch bis in den August dauern. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Das feucht-warme Wetter fördert die Produktion von Pilzsporen. In den kommenden Tagen müssen Personen, die auf Pilzsporen reagieren, mit mäßiger bis hoher Belastung rechnen. Besonders im Umfeld von Äckern, auf denen Erntearbeiten stattfinden, können sehr hohe Pilzsporenkonzentrationen freigesetzt werden. In höheren Lagen ist die Belastung geringer.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Hopfen, Hanf, Fuchsschwanzgewächsen und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Gemeiner Beifuß ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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