Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 12. Juni 2026
Gräserpollenkonzentrationen steigen in Tirol weiter an, hohe allergene Belastungen erwartet!
Die Gräserpollensaison ist in Tirol inzwischen voll etabliert und stellt derzeit die größte Herausforderung für Allergiker:innen dar. Mit den ab diesem Wochenende erwarteten stabileren, sonnigeren und trockeneren Wetterbedingungen dürften die Gräserpollenkonzentrationen in der gesamten Region weiter ansteigen. Dadurch ist in den kommenden Tagen mit einer zunehmenden allergenen Belastung zu rechnen.
Gräserpollen: Gräser sind derzeit der dominierende allergene Pollentyp in Tirol. In vielen Tallagen und tieferen Höhenlagen werden aktuell mäßige bis hohe Belastungen gemessen, insbesondere in der Nähe von Wiesen, Weiden, Grünflächen und Straßenrändern, wo die Pollenbelastung häufig am höchsten ist. Mit der Rückkehr von warmem und trockenem Wetter werden die Gräserpollenkonzentrationen ab morgen voraussichtlich weiter ansteigen. Bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern Seehöhe können hohe allergene Belastungen auftreten, während oberhalb von 2000 Metern die Gräserpollenkonzentrationen zwar insgesamt geringer bleiben, lokal jedoch ebenfalls mäßige Belastungen erreichen können. Obwohl höhere Lagen im Vergleich zu den Tallagen weiterhin eine gewisse Entlastung bieten, sind Gräserpollen inzwischen im gesamten Höhenbereich Tirols nachweisbar.
Zusätzlich zu den Gräserpollen sind auch Wegerich- und Ampferpollen in der Luft vorhanden. Wegerichpollen besitzen ein mäßiges allergenes Potenzial und betreffen häufig Personen, die bereits auf Gräserpollen sensibilisiert sind. Ampferpollen gelten als weniger allergen, können die Beschwerden während der Gräserpollensaison jedoch zusätzlich verstärken.
Grün-Erlenpollen: Die Blüte der Grün-Erle geht nun allmählich zurück. In mittleren und höheren Lagen, wo diese Art natürlicherweise vorkommt, können Grün-Erlenpollen jedoch weiterhin mäßige allergene Belastungen verursachen und zu Allergiebeschwerden beitragen.
Weitere Pollentypen: Darüber hinaus werden Pollen von Fichte, Kiefer, Zypressengewächsen, Holunder, Linde, Brennnessel und Sauergräsern sowie weiterer Pflanzen nachgewiesen. Diese besitzen derzeit jedoch nur eine geringe allergene Relevanz.
Pilzsporen: Die Konzentrationen von Pilzsporen in der Luft nehmen derzeit in der gesamten Region zu und können bei empfindlichen Personen allergische Beschwerden verstärken.
Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Für das Wochenende und die kommende Woche werden überwiegend stabile, sonnige und trockene Wetterbedingungen mit nur vereinzelten Niederschlägen erwartet. Diese Bedingungen fördern die Freisetzung und Verbreitung von Pollen und dürften zu einem weiteren Anstieg der Gräserpollenkonzentrationen in der gesamten Region führen. Personen mit einer Gräserpollenallergie sollten die aktuellen Pollenprognosen beachten und Aufenthalte in grasreichen Bereichen während trockener Wetterphasen möglichst einschränken.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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