Vorhersage
Polleninformation für das Burgenland vom 27. August 2026
Ragweedpollen und Saharastaub am Wochenende!
Zu Beginn der Woche wechseln im Burgenland Sonne und Wolken, bei Temperaturen von 25 bis 30 Grad. Im Wochenverlauf setzt sich die Sonne zunehmend durch, und es wird wieder deutlich wärmer. Durch Saharastaub ist der Sonnenschein dabei mitunter leicht getrübt und der Himmel wirkt diesig. Am Samstag wird es dann wechselhafter mit Wolken, Sonne und einzelnen Regenschauern und Gewittern, die vorübergehend für Entlastung bei Allergiker:innen sorgen können. Für den Rest der Woche ist kaum Niederschlag in Sicht, und damit müssen sich Allergiker:innen auf anhaltend intensive Belastungen einstellen. Hauptverantwortlich dafür ist im Burgenland das Ragweed, aber auch Beifuß kann lokal noch für relevanten Pollenflug sorgen. Zusätzlich kann der Saharastaub in der Umgebungsluft die Atemwege mechanisch reizen und die Beschwerden bei Allergiker:innen weiter verstärken.
Den ersten Belastungsgipfel der Beifußpollensaison haben wir bereits überstanden; im Umfeld großer Bestände sind aber weiterhin mäßige bis hohe Belastungen möglich.
Die Ragweedblüte hat hingegen voll eingesetzt und sorgt im gesamten Burgenland bereits für hohe, lokal auch sehr hohe Belastungen. Da im Laufe der Woche mäßiger bis lebhafter Südostwind auffrischt, ist zusätzlich mit Ferntransport von Ragweedpollen aus Südosteuropa zu rechnen. Die Belastungen sind dadurch nicht nur am Vormittag, sondern auch am Nachmittag und Abend zu erwarten.
Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweedpopulationen entdecken, können Sie die Pflanze über die Ragweed Finder App oder auf ragweedfinder.at melden und damit die zuständigen Stellen der Bundesländer über das Vorkommen dieser invasiven Pflanze informieren.
Die Gräserpollensaison neigt sich dem Ende entgegen. Nennenswerte Belastungen sind nur noch vereinzelt zu erwarten, zum Beispiel in der Nähe von Schilfgürteln rund um den Neusiedler See. Dort kann es gegen Ende des Monats noch einmal zu einem Anstieg der Belastungen kommen.
Pilzsporen können nach wie vor für mäßige bis hohe Beschwerden sorgen.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Brennnessel-, Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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