Vorhersage
Polleninformation für Österreich vom 9. März 2026
Frühlingswetter sorgt weiterhin für intensiven Pollenflug!
Die erste Wochenhälfte präsentiert sich erneut frühlingshaft warm. Der Sonnenschein, der am Wochenende vorherrschte, wird allerdings zeitweise von dichteren Wolken etwas gedämpft. Auf den Pollenflug wird sich das jedoch nur geringfügig auswirken. Da die meisten Frühblüher bereits einen Großteil ihres Blühpotenzials ausgeschöpft haben, sind zwar keine Spitzenbelastungen mehr zu erwarten, dennoch müssen Allergiker:innen weiterhin mit intensiven Belastungen rechnen.
Ein Grund dafür ist, dass in den kommenden Tagen zunehmend mehr Eschen zu blühen beginnen werden und bei Personen, die auf Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, Beschwerden auslösen können. Auch die häufig als Zierstrauch gepflanzte Forsythie gehört zu dieser Pflanzenfamilie und steht vielerorts bereits in Blüte. Da sie überwiegend von Insekten bestäubt wird, gelangt ihr Pollen jedoch nur selten in größere Mengen in die Luft. Auf blühende Forsythienzweige als Dekoration im Wohnraum sollten Allergiker:innen dennoch verzichten, um Innenräume möglichst allergenarm zu halten.
Ähnliches gilt für die derzeit vielerorts zu sehenden Palmkätzchen. Dabei handelt es sich um die Blüten der Sal-Weide. Ihr Pollen wird zwar ebenfalls nur als mäßig allergen eingestuft, dennoch wird Allergiker:innen empfohlen, diese Zweige nicht in Wohnräumen aufzustellen, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.
In den Niederungen und Tallagen des Landes haben die Frühblüher Hasel und Erle ihren Höhepunkt bereits überschritten. Betroffene Allergiker:innen müssen jedoch weiterhin mit mäßigen Belastungen rechnen. Der Belastungsschwerpunkt verlagert sich zunehmend in die mittleren Lagen, wo die Konzentrationen von Hasel- und Erlenpollen weiterhin hohe Werte erreichen können.
In den höheren Lagen Westösterreichs ist hingegen noch kaum mit relevantem Pollenflug zu rechnen.
Die nächste für viele Allergiker:innen bedeutende Pollensaison, jene der Birke, rückt jedoch bereits näher. Basierend auf unseren Modelldaten ist mit einem Erreichen der Blühbereitschaft ab der zweiten Märzhälfte zu rechnen. In Oberösterreich wurden an einzelnen Messstellen bereits vereinzelt Birkenpollen registriert, flächendeckende Belastungen sind derzeit jedoch noch nicht zu erwarten.
Zusätzlich zu den oben genannten Pollentypen sind auch die folgenden im Pollenspektrum vertreten: Ulmen, Pappeln, Eiben-und Zypressengewächse. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes Potenzial für allergische Belastungen aus.
Blühbereitschaft Birke | am |
Bregenz | 2026-03-21 |
Eisenstadt | 2026-03-18 |
Graz | 2026-03-19 |
Innsbruck | 2026-03-17 |
Klagenfurt | 2026-03-19 |
Linz | 2026-03-19 |
Salzburg | 2026-03-19 |
St. Pölten | 2026-03-19 |
Wien | 2026-03-18 |
München | 2026-03-20 |
Bozen | 2026-03-17 |
Prognsedatum: 2026-03-09
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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