Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Kärnten

Polleninformation für Kärnten für den Zeitraum vom 12. bis 19. März 2026

Hasel und Erle belasten weiterhin!

Die Frühblüher zeigen sich in diesem Jahr besonders ausdauernd. Der außergewöhnlich hohe Pollenflug begleitet uns daher auch weiterhin durch den Prognosezeitraum. In thermisch begünstigten Lagen haben Hasel (Corylus avellana) und Grau-Erle (Alnus incana) ihre Vollblüte zwar deutlich überschritten, es sind jedoch noch immer ausreichend Pollenkörner in der Luft, um allergische Reaktionen hervorrufen zu können. Vor allem Haselsträucher an weniger begünstigten Standorten sowie in höheren Lagen können weiterhin lokal für erhöhte Pollenkonzentrationen sorgen.

Während die Pollenfreisetzung der weit verbreiteten Grau-Erle bereits rückläufig ist, startet die etwas später blühende Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) nun richtig durch. Vor allem in den Tallagen Mittel- und Ostkärntens erreicht sie im Prognosezeitraum den Höhepunkt ihrer Blühphase und sorgt damit weiterhin für reichlich Pollen in der Luft.  

Die höchsten Pollenkonzentrationen werden im Tagesverlauf üblicherweise ab den späten Vormittagsstunden registriert und halten bis in die Abendstunden an. Frühaufsteher haben also zumindest pollenmäßig einen kleinen Vorteil, denn in den frühen Morgenstunden ist die Belastung meist am geringsten.

Ein kleiner Lichtblick: Die prognostizierten Niederschläge und niedrigeren Temperaturen werden den Pollenflug vorübergehend etwas reduzieren und damit kurzfristig für eine Verschnaufpause für Pollenallergiker sorgen. Mit steigenden Temperaturen und freundlicherem Wetter wird der Pollenflug allerdings rasch wieder Fahrt aufnehmen.

Auch die Esche (Fraxinus excelsior) beginnt in thermisch begünstigten Lagen langsam mit der Pollenfreisetzung. Ihr Pollen kann bei Personen, die auf Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, allergische Beschwerden auslösen.

Die Birke (Betula) hält sich derzeit noch zurück: Ihre Blütenkätzchen sind in Kärnten noch fest geschlossen. Mit dem Beginn der Birkenblüte ist im aktuellen Prognosezeitraum nicht zu rechnen.

Neben den dominierenden Frühblühern finden sich derzeit auch Pollen von Ulmen (Ulmus), Pappeln (Populus), Eiben (Taxus) sowie von Zypressengewächsen (Cupressaceae) im Pollenspektrum. Von ihnen geht allerdings insgesamt nur ein geringes allergologisch wirksames Potenzial aus.

Dr. Susanne Aigner

Blühende Kätzchen der Schwarz-Erle ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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