Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Tirol

Polleninformation für Tirol vom 12. September 2026

Pollenbelastung bleibt in Tirol niedrig – Ambrosia rund um Mötz bleibt das Hauptproblem!

Die Pollensaison wird in Tirol zunehmend ruhiger. Die Konzentrationen von Gräser- und Beifußpollen sind inzwischen niedrig und sorgen damit für günstige Bedingungen für die meisten Pollenallergiker:innen. Die wichtige Ausnahme bleibt Ambrosia rund um Mötz, wo die Pollen weiterhin eine erhebliche allergene Belastung verursachen. Auch Pilzsporen bleiben zu dieser Jahreszeit relevant.

Ragweed/Ambrosia: Ambrosiapollen bleiben derzeit das wichtigste pollenbedingte Problem im Gebiet zwischen Rietz und Haiming. Die Konzentrationen rund um Mötz erreichen weiterhin Werte, die bei sensibilisierten Personen deutliche Beschwerden auslösen können. Ambrosia-Pollen besitzen ein sehr hohes allergenes Potenzial, und bereits vergleichsweise geringe Mengen können allergische Reaktionen hervorrufen. Ambrosia-Allergiker:innen, die in diesem Gebiet leben oder sich dort aufhalten, sollten daher weiterhin aufmerksam sein und größere blühende Bestände meiden, da die lokale Belastung dort höher sein kann. Auch aus dem Bezirk Lienz in Osttirol werden zunehmend Ambrosia-Vorkommen gemeldet, und wir beobachten die Situation weiterhin genau.

Beifuß- und Gräserpollen: Die Beifußpollenkonzentrationen sind inzwischen in ganz Tirol auf ein niedriges Niveau gesunken, während die Blühsaison weiter abklingt. Auch die Gräserpollenkonzentrationen sind niedrig, und ein deutlicher erneuter Anstieg ist nicht zu erwarten. Lokal können noch geringe Pollenmengen auftreten, insbesondere in unmittelbarer Nähe blühender Vegetation, insgesamt ist die allergene Belastung durch diese Pollentypen derzeit jedoch niedrig.

Weitere Pollentypen: Brennnesselpollen sind weiterhin in der Luft vorhanden, besitzen jedoch nur eine geringe allergene Bedeutung.

Pilzsporen: Pilzsporen bleiben ein wichtiges luftgetragenes Allergen, mit Konzentrationen, die bei empfindlichen Personen Beschwerden auslösen können. Ihre Konzentrationen können je nach Wetterbedingungen deutlich schwanken, insbesondere in Abhängigkeit von Niederschlägen, hoher Luftfeuchtigkeit und anschließenden trockenen Phasen.

Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Die Wetterbedingungen werden in der kommenden Woche wechselhaft sein, wobei es je nach Tag und Region sowohl sonnige als auch regnerische Phasen geben kann. Regen kann die Pollenkonzentrationen in der Luft vorübergehend reduzieren, während trockene und sonnige Bedingungen die Pollenausbreitung begünstigen. Insgesamt sind die Pollenkonzentrationen in Tirol inzwischen niedrig. Die wichtigste Ausnahme bleibt Ambrosia rund um Mötz, wo Ambrosia-Allergiker:innen weiterhin besonders aufmerksam sein sollten. Auch Pilzsporen bleiben relevant und können je nach Wetterbedingungen schwanken.

Ragweed (Beifußblättriges Traubenkraut) ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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