Vorhersage
Polleninformation für das Burgenland vom 15. Juni 2026
Im Burgenland schreitet die Gräserblüte voran!
Während die Woche im Nordburgenland trocken beginnt, bekommt das Südburgenland am Montag etwas Regen ab. Die Niederschläge senken dort die Pollenlast und verschaffen Pollenallergiker:innen etwas Entlastung. Der Rest der Woche bleibt trocken, es gibt sonnige Verhältnisse und ab der Wochenmitte steigen die Tageshöchstwerte auf über 30 °C. Bei diesen Wetterbedingungen können die Pollen ungestört fliegen und mäßige bis hohe Werte erreichen.
Verursacher der voraussichtlichen Pollenbelastung sind Quecke, Trespe, Glatthafer sowie Honig-, Rispen-, Weidel-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Spitzenbelastungen werden in den kommenden Tagen nicht erwartet. Personen, die auf Gräser sensibilisiert sind, müssen jedoch mit einer mäßigen bis hohen Pollenlast rechnen. Im Wiesenbereich sind auch zusätzliche Belastungen durch Ampfer und Wegerich möglich.
Weizen und Roggen blühen weiterhin. Da Getreidepollen jedoch recht groß sind, werden sie nicht so weit mit dem Wind transportiert. Intensiver Pollenflug findet daher nur im direkten Umfeld von Getreidefeldern statt.
Im Umfeld von Olivenplantagen müssen sich Personen, die auf Pollen der Ölbaumgewächse sensibilisiert sind, auf Belastungen einstellen. Für diese Gruppe von Allergiker:innen ist auch der Liguster relevant.
Die Lindenblüte hat ihren Höhepunkt überschritten und ist im Pollenspektrum rückläufig. Ihre Blüten werden von Insekten bestäubt. Auch der Blütenduft kann bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.
Auch die Edelkastanie blüht derzeit in der Steiermark und kann bei Personen, die auf Buchen- oder Birkengewächse sensibilisiert sind, in ihrem Umfeld Kreuzreaktionen hervorrufen.
Der Götterbaum steht im Burgenland in Blüte. Es handelt sich dabei um einen Neophyten aus dem asiatischen Raum, der sich an nährstoffarmen und trockenen Standorten (wie etwa Bahndämmen oder G‘stätten) ausbreitet. Allergische Hautreaktionen wurden bereits dokumentiert.
Die aktuellen Witterungsbedingungen begünstigen die Produktion und Freisetzung von Pilzsporen. Sie erreichen mittlerweile mäßige bis hohe Konzentrationen in der Umgebungsluft und können bei Allergiker:innen zu erheblichen Beschwerden führen.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Brennnesselgewächse, Doldenblütler, Sauergräser, Schmetterlingsblütler, Spiersträucher, Wein und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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