Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Kärnten

Pollenflugprognose für Kärnten für den Zeitraum vom 16. bis 23. Juli 2026

Die Hauptbelastungen der Gräser sind vorbei, Wegerich belastet zusätzlich!

In den Tal- und Beckenlagen Kärntens ist für das heurige Vegetationsjahr das Massenstäuben der Gräser beendet. Höhere Belastungen mit Gräserpollen können nur mehr lokal beschränkt für allergische Beschwerden verantwortlich sein. Standorte mit einem erhöhten Gräserpollenflug sind z.B. Vegetationsstreifen entlang von Forstwegen, von Bächen und Flüssen sowie Grummetwiesen und Almwiesen. Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat aber dazu geführt, dass die Entwicklung der Gräser auf Almwiesen dieses Jahr sehr dürftig ist.
Die städtischen Siedlungsgebiete werden von diesem lokal erhöhten Gräserpollenflug nur sehr abgeschwächt erreicht.

Personen, die auf Gräserpollen empfindlich reagieren, sollten auf blühende Mais-Felder achten. Der Blütenstaub der Mais-Pflanze gehört zu den größten Pollen des Pflanzenreiches und kann vom Wind nur kurze Strecken transportiert werden – deshalb tritt ein höherer Maispollenflug nur in der unmittelbaren Umgebung von Mais-Kulturen auf.

Im Bereich von Grummetwiesen kann durch das Stäuben des Spitz-Wegerichs und auf Unkrautfluren durch das Stäuben des Breit-Wegerichs eine erhöhte allergische Belastung auftreten.
Die Pollenfreisetzung der Brennnessel hält weiterhin mit mittelhohen Werten an.

Weitere Pollentypen mit einer geringen allergologischen Bedeutung stammen von den großblättrigen Ampfer-Arten, den Amaranth-Arten und von verschiedenen Gänsefuß-Arten.

Ein erhöhter Pollenflug des allergologisch bedeutsamen Beifußes ist erst gegen Ende des Monats Juli zu erwarten.

Dr. Helmut Zwander

Blühender Gemeiner Beifuß ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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