Vorhersage
Polleninformation für das Burgenland vom 28. Mai 2026
Hohe Gräserpollenkonzentrationen sorgen für Belastungen!
Auch in der zweiten Wochenhälfte dominieren Sonnenschein und dementsprechende Temperaturen. Aus aktueller Sicht werden am Sonntag Niederschläge und Gewitter erwartet, die eventuell zu einer kurzzeitigen Verschnaufpause führen können. Gräserpollenallergiker:innen müssen sich daher auf weitere Tage mit intensiven Beschwerden einstellen. Im Moment sorgen blühende Glatthafer-, Mäusegerste-, Rispen-, Knäuel-, Fuchsschwanz- und Weidelgräser sowie Trespen für die hohen Belastungen, die aktuell in der Luft nachweisbar sind.
Im Wiesenbereich sind auch zusätzliche Belastungen durch Ampfer und Wegerich möglich.
Aber auch die Roggenfelder beginnen langsam zu blühen. In der Nähe der Anbaugebiete kann es daher zu zusätzlichen Belastungen kommen. Da Roggenpollen jedoch recht groß sind, werden sie nicht so weit mit dem Wind verfrachtet wie die Pollen ihrer natürlich vorkommenden Verwandten.
Achtung: Am Wochenende kann es zu Gewittern kommen. Dieses Wetterphänomen kann dazu führen, dass Pollenkörner aufplatzen und Allergene in die Luft entlassen werden. Dadurch kann es zu sprunghaften Belastungsanstiegen und den damit einhergehenden Symptomen kommen. Nutzen Sie daher die Unwettervorhersage, um frühzeitig darüber informiert zu werden, ob mit sogenanntem Gewitterasthma gerechnet werden muss.
Regional müssen Personen, die auf den Pollen der Ölbaumgewächse sensibilisiert sind, eventuell mit geringen Pollenkonzentrationen des Ölbaums (Olive) in der Luft rechnen.
Die Lindenblüte hat nun eingesetzt und sorgt für messbare Konzentrationen an unseren Messstellen. Da die Blüten dieser Pflanze auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie generell eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann der Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.
In unseren Luftproben sind auch immer mehr Pilzsporen enthalten, die bei Allergiker:innen ebenso zu Beschwerden führen können.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Brennnesselgewächse, Holunder, Robinie, Sauergräser, Schmetterlingsblütler und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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