Vorhersage
Polleninformation für das Burgenland vom 5. Juni 2026
Wetterbedingte Entlastung für Gräserpollenallergiker:innen!
Zwar verspricht der Wetterbericht für das Burgenland in den kommenden Tagen etwas mehr Sonnenschein als im restlichen Österreich. Montags, mittwochs und freitags muss aber auch hier mit Regen gerechnet werden, der die Pollenbelastung zumindest etwas dämpfen kann. Dienstags und donnerstags kann die Sonne für eine intensivere Belastung, vor allem durch Gräserpollen, sorgen. Auch am Wochenende muss laut Wetterbericht wieder mit viel Sonnenschein und dem damit verbundenen Pollenflug gerechnet werden.
Im Moment sorgen Glatthafer-, Mäusegerste-, Rispen-, Knäuel-, Fuchsschwanz- und Weidelgräser sowie Trespen für den aktuell nachweisbaren Pollenflug.
Im Wiesenbereich sind auch zusätzliche Belastungen durch Ampfer und Wegerich möglich.
In der Nähe von Roggenfeldern muss nun ebenfalls mit relevanten Mengen an Pollen in der Luft gerechnet werden. In der Nähe der Anbaugebiete kann es daher zu zusätzlichen Belastungen kommen. Da Roggenpollen jedoch recht groß ist, wird er nicht so weit mit dem Wind verfrachtet wie der Pollen seiner natürlich vorkommenden Verwandten.
Regional müssen Personen, die auf den Pollen der Ölbaumgewächse sensibilisiert sind, eventuell mit geringen Pollenkonzentrationen des Ölbaums (Olive) in der Luft rechnen.
Die Lindenblüte sorgt für messbare Konzentrationen an unseren Messstellen. Da die Blüten dieser Pflanze auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie generell eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann der Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.
Der an nährstoffarmen und trockenen Standorten (wie etwa Bahndämmen oder Gstätten) anzutreffende Götterbaum kann bereits Pollen freisetzen. Es handelt sich dabei um einen Neophyten aus dem asiatischen Raum, der sich in gemäßigten oder mediterranen Klimazonen als invasive Pflanze ausbreitet. Allergische Hautreaktionen wurden bereits dokumentiert.
In unseren Luftproben sind auch immer mehr Pilzsporen enthalten, die bei Allergiker:innen ebenso zu Beschwerden führen können.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Brennnesselgewächse, Holunder, Robinie, Sauergräser, Schmetterlingsblütler und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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