Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Kärnten

Polleninformation für Kärnten für den Zeitraum vom 28. Mai bis 4. Juni 2026

In Kärnten belastet der Gräserpollenflug stark!

Die in Kärnten weit verbreiteten und hochwüchsigen Wiesengräser wie der Glatthafer, das Knäuelgras, der Bunthafer, das Honiggras, sowie die Rispengras- und Schwingel-Arten stehen am Beginn der Vollblüte. Diese bedeutet, dass im Verlauf des Prognosezeitraumes eine sehr hohe allergische Belastung durch den Blütenstaub der Gräser entstehen wird. Bereits ab den Morgenstunden kann im Umfeld von Wiesen die Reizschwelle um ein Vielfaches überschritten werden. Ab den späteren Vormittagsstunden kann auch innerhalb größerer Siedlungsräume ein hoher Gräserpollenflug auftreten. Diese hohe pollenallergische Belastung mit Gräserpollen hält in Folge bis in die Abendstunden an. Der niedrigste Gräserpollenflug tritt in den sehr frühen Morgenstunden auf.

Personen mit einer Gräserpollen-Allergie sollten in den nächsten Tagen den Aufenthalt im Freien nach Möglichkeit einschränken.

Stark reduziert ist der Gräserpollenflug innerhalb von größeren Waldgebieten und ab einer Höhenlage von etwa 1500 Meter.

Für Gräserpollen-Allergiker:innen kann es im Umfeld von Roggenfeldern zu einer zusätzlichen Belastung kommen. In Mittel und Ostkärnten steht der Roggen in Vollblüte und kann besonders im Verlauf der Vormittagsstunden hohe Pollenmengen freisetzen.

Durch die Blüte des Sauerampfers und des Spitz-Wegerichs können ebenfalls allergische Reaktionen ausgelöst werden. Beide Pollentypen treten besonders im direkten Umfeld von Wiesen in hohen Konzentrationen auf.

In den subalpinen Regionen Kärntens hat die Blüte der Grün-Erle begonnen. Für Birkenpollen-Allergiker:innen kann als Folge einer Kreuzreaktion dadurch eine allergische Belastung entstehen. Diese strauchförmig wachsende Erlen-Art ist speziell im Nockgebiet, den Tauern, den Karnischen Alpen sowie auf der Sau- und der Koralpe weit verbreitet.

Die auffallende gelbe Pollensedimentation wird dieses Jahr von einem extrem hohen Stäuben der Fichte und der Wald-Kiefer verursacht. In den Tal- und Beckenlagen Kärntens ist die Blüte der Fichte und der Wald-Kiefer zwar beendet, es werden aber immer noch große Mengen des Fichtenpollens aus den subalpinen Fichtenwälder in das Klagenfurter Becken eingeweht. Der Blütenstaub der Fichte hat keine allergologische Bedeutung. Bei hohen Konzentrationen können aber mechanische Reizungen der Augenbindehaut und der Atemwege vorkommen.

Dr. Zwander Helmut

Blühendes Knäuelgras ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
zum Team

Loading...