Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 10. April 2024

Pollenflugprognose für Kärnten für den Zeitraum vom 11. bis 18. April 2024

Im gesamten Landesgebiet von Kärnten ist die Birke in Vollblüte. Das heurige Jahr zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich hohe Pollenproduktion der Birke aus. Derzeit gibt es im Tagesrhythmus der Pollenabgabe keinen Zeitabschnitt in welchem die allergische Reizschwelle nicht überschritten werden kann. Dazu kommt noch die Situation, dass bei Südwinden sehr hohe Mengen vom Blütenstaub der Hopfenbuche nach Kärnten verfrachtet werden. Die Hopfenbuche ist mit der Birke sehr nahe verwandt – ihr Pollen kann bei Personen, die gegen den Pollen der Birke sensibel reagieren, ebenfalls allergische Beschwerden auslösen.
Die überdurchschnittlich hohen Tagestemperaturen sind die Ursache für eine unüblich frühe Blüte des Wiesen-Ruchgrases. Diese in Kärnten weit verbreitete Gras-Art wächst in großen Mengen auf südseitigen Magerwiesen. Auf diesen Standorten mit einem Vorkommen des Wiesen-Ruchgrases kann die allergische Reizschwelle für Gräserpollen-Allergiker*innen bereits erreicht werden. In städtische Siedlungsgebiete gelangen aber nur kleine Pollenmengen dieser Gras-Art.

Die Pollenfreisetzung der Esche ist stark rückläufig. Ihr Pollenflug kann nur mehr lokal beschränkt für allergische Reaktionen verantwortlich sein.
Kleinere Pollenmengen sind noch von der Hainbuche, der Eiche und den Weiden-Arten in der Luft vorhanden. Diese Pollentypen besitzen aber nur eine untergeordnete allergologische Bedeutung.
Die hohe allergische Belastung mit dem Blütenstaub der Birke und der Hopfenbuche wird noch über das Wochenende hinaus anhalten. Erst die Kaltfront, verbunden mit Regen und Schnee, die in der Nacht von Montag auf Dienstag Kärnten erreichen soll, wird für Allergiker*innen eine Erleichterung bringen.

Erste Gräser © Johannes Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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