Vorhersage
Polleninformation für Niederösterreich vom 7. September 2026
Sonniger Wochenstart mit hoher Ragweed-Pollenlast, Mittwochs bringt Regen Entlastung!
Am Montag und am Dienstag wird es sonnig, und die Temperaturen steigen auf über 30 °C. Aktuell ist Ragweed das Hauptallergen. Im Wein- und Industrieviertel werden Windströmungen aus dem Osten und Südosten vorherrschen. Dadurch gelangen vermehrt Ragweed-Pollen per Ferntransport nach Niederösterreich, was den lokalen Ragweed-Pollenflug intensiviert und zu hohen Belastungen führt. Ab Mittwochnachmittag regnet es und verschafft Pollenallergiker:innen kurzfristige Entlastung.
Das hochallergene Ragweed wächst bevorzugt an Bahndämmen, auf Schuttplätzen sowie an Straßenrändern und kann auch in Soja-, Kürbis- und Sonnenblumenfeldern dichte Bestände bilden. Bereits wenige Pollenkörner pro Kubikmeter Atemluft können bei sensibilisierten Personen zu Symptomen führen. Ragweed setzt seinen Pollen vor allem vormittags frei. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie die Pflanze über die Ragweed Finder App oder auf ragweedfinder.at melden und damit die zuständigen Stellen der Bundesländer über das Vorkommen dieser invasiven Pflanze informieren.
Die spätblühenden Beifußarten, wie der Einjährige und der Katschatka Beifuß, haben zu blühen begonnen und können lokal für Belastungen sorgen. Auch die Kanadische Goldrute blüht. Bei Allergiker:innen, die auf Beifuß oder Ragweed sensibilisiert sind, kann die Kanadische Goldrute Kreuzreaktionen auslösen. Dichte Bestände der erwähnten Korbblüter, sollten von sensibilisierten Personen gemieden werden.
Die meisten Gräser sind in Niederösterreich bereits abgeblüht. Entlang stehender und fließender Gewässer beginnt das Schilf jedoch vereinzelt zu blühen. Allergiker:innen, die auf Gräser sensibilisiert sind, sollten dies bei Spaziergängen berücksichtigen. Auch Wegerich-, Gänsefuß- und Brennnesselpollen werden derzeit in unseren Messstellen nachgewiesen.
Ebenso bleiben die Konzentrationen der Pilzsporen auf einem für den Spätsommer typischen mäßigen bis hohen Niveau.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Sabine Kottik.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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