Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Österreich

Polleninformation für Österreich vom 31. August 2026

Montags etwas Regen, Beifuß und Ragweed stäuben!

Am Montag gibt es regional Regenschauer und lokale Gewitter, vor allem am Nachmittag an der Alpensüdseite. Es scheint aber auch längere Zeit die Sonne, vor allem im Osten, wo es im Flachland nur vereinzelt zu Regenschauern kommt. Für die übrige Woche ist kaum Niederschlag in Sicht, sodass sich Allergiker:innen auf anhaltend intensive Belastungen einstellen müssen. Hauptverantwortlich hierfür sind die beiden Korbblütler Beifuß und Ragweed sowie die nach wie vor hohen Pilzsporenwerte.

Die Kräuterpollensaison schreitet voran und zeigt in Österreich derzeit ein zweigeteiltes Bild. In Ostösterreich sorgt Ragweed bereits für erhebliche Belastungen. Da die lokalen Bestände mittlerweile in Blüte stehen, kann es besonders am frühen Vormittag zu hohen bis sehr hohen Konzentrationen kommen. Im Westen des Landes ist die Beifußblüte noch in vollem Gange und sorgt für mäßige bis hohe Pollenkonzentrationen in der Umgebungsluft. In Ostösterreich hat die Blüte des Gemeinen Beifußes hingegen bereits ihren Höhepunkt überschritten. Es wurden jedoch bereits erste blühende Exemplare des Einjährigen Beifußes gesichtet. Dieser erreicht im September seine Hauptblüte. Da Ragweed und Beifuß zur Familie der Korbblütler gehören, sind Kreuzreaktionen möglich. Dichte Bestände sollten von sensibilisierten Personen gemieden werden.

Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie die Pflanze über die Ragweed Finder App oder auf ragweedfinder.at melden und damit die zuständigen Stellen der Bundesländer über das Vorkommen dieser invasiven Pflanze informieren.

In allen neun Bundesländern spielt der Gräserpollenflug nur noch eine untergeordnete Rolle. Ein Belastungsanstieg ist meist nur noch in Städten durch die Blüte von Ziergräsern sowie in der Nähe großer Schilfgürtel, wie beispielsweise rund um den Neusiedler See, zu erwarten. Pollen von Fuchsschwanzgewächsen, Brennnessel und Wegerich sind jedoch weiterhin in der Luft zu finden und können die Belastung für Allergiker:innen zusätzlich verstärken.

Die Belastung durch Pilzsporen verbleibt nach wie vor auf hohem Niveau.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Ragweed (Beifußblättriges Traubenkraut) ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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