Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Österreich

Polleninformation für Österreich vom 2. April 2026

Hohe Birkenpollenbelastungen am Osterwochenende!

Nach einer verregneten ersten Hälfte der Karwoche verspricht der Wetterbericht für das kommende Osterwochenende eine deutliche Wetterverbesserung im gesamten Land. Dadurch wird die Osternestsuche zwar zu einer Freude, gleichzeitig aber auch zu einer Herausforderung für Pollenallergiker:innen – denn mit der Wetterverbesserung sind auch sehr hohe Pollenkonzentrationen in der Umgebungsluft zu erwarten.

Während die Eschenpollensaison in den Niederungen Ostösterreichs sowie in den Tallagen Vorarlbergs bereits ihren Höhepunkt überschritten hat und meist nur noch für mäßige Belastungen sorgen kann, erreicht sie von Tirol bis Oberösterreich vermutlich am Osterwochenende den Belastungsgipfel. Personen, die auf den Pollen dieses Ölbaumgewächses sensibilisiert sind, sollten auch darauf verzichten, vereinzelt noch blühende Forsythienzweige zu dekorativen Zwecken in den Wohnraum zu stellen, da diese Pflanze ebenfalls zu den Ölbaumgewächsen zählt und unter Umständen Kreuzreaktionen hervorrufen kann.

Aufgrund des Kälteeinbruchs der vergangenen Tage kam es heuer erneut zu einer Verzögerung der Birkenpollensaison. In etlichen Teilen des Landes sind die Kätzchen bereits seit geraumer Zeit blühbereit, doch haben Kälte und Niederschläge die Pollenfreisetzung weitgehend unterbunden. Einzig an Tagen, an denen starker Wind wehte, konnte der Pollen aus den Staubblättern gelöst werden und zu geringen bis mäßigen Belastungen führen.

Mit der erwarteten Wetterverbesserung ist davon auszugehen, dass viele Bäume gleichzeitig zu stäuben beginnen und damit in weiten Teilen Österreichs hohe bis sehr hohe Belastungen verursachen werden.

Zusätzlich ist davon auszugehen, dass die Hainbuche über Ostern die Vollblüte erreicht und bei Personen, die auf den Pollen der Birkengewächse sensibilisiert sind, für zusätzliche Belastungen durch Kreuzreaktionen sorgen kann.

Allergiker:innen wird ebenfalls geraten, auf Palmkätzchen im Wohnraum zu verzichten. Dabei handelt es sich um die Blüten der Sal-Weide, deren Pollen zwar nur als mäßig allergen eingestuft wird, die Belastung in Innenräumen aber zusätzlich erhöhen kann.

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Ahorn, EibePappel, Sauergräser, Ulme und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Trotz der erwarteten Belastungen wünscht das Team der Österreichischen Polleninformation frohe Ostern und erholsame Feiertage!

Blühende Birke ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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