Vorhersage
Polleninformation für Österreich vom 17. August 2026
Wetterumschwung bringt Entlastung!
Zum Wochenbeginn sorgt eine Kaltfront, die von Westen her über das Land zieht, für einen Wetterumschwung mit tieferen Temperaturen sowie Regen und Gewittern. Für Pollenallergiker:innen kann dies eine kurzfristige Entlastung bedeuten. Ab Mittwoch scheint im gesamten Land wieder die Sonne, was zu einem raschen Anstieg der Pollenbelastungen führen kann, ehe das Wetter in der zweiten Wochenhälfte erneut etwas instabiler wird. Besonders Personen mit einer Sensibilisierung auf Pilzsporen müssen nach den Niederschlägen mit erheblichen Belastungen rechnen; aber auch Allergiker:innen, die auf Beifuß oder Ragweed reagieren, müssen in dieser Woche mit Symptomen rechnen.
Die Gräserblüte neigt sich nun im gesamten Land dem Ende entgegen und sorgt meist nur mehr für geringe Belastungen in der Umgebungsluft. Pollen von Fuchsschwanzgewächsen und Wegerich sind jedoch weiterhin in der Luft zu finden und können die Belastungen bei Allergiker:innen zusätzlich verstärken.
Wir befinden uns mittlerweile mitten in der Kräuterpollensaison. Der erste Gipfel der Beifußpollensaison wurde bereits erreicht; sollte es das Wetter zulassen, ist auch im weiteren Wochenverlauf noch mit hohen Konzentrationen zu rechnen.
Da der Wind in den kommenden Tagen vermehrt aus dem Westen weht, ist nur mit geringem Ferntransport von Ragweedpollen aus Ost- bzw. Südosteuropa zu rechnen. Da die lokalen Bestände erst am Aufblühen sind, muss in Ostösterreich sowie in jenen Regionen, in denen Ragweed vorkommt, etwa in der Südoststeiermark, in Kärnten oder im Inntal, meist mit mäßigen Belastungen gerechnet werden. In unmittelbarer Nähe bereits blühender Populationen können die Belastungen auch höher ausfallen.
Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweedpopulationen entdecken, können Sie die Pflanze über die Ragweed Finder App oder auf ragweedfinder.at melden und damit die zuständigen Stellen der Bundesländer über das Vorkommen dieser invasiven Pflanze informieren.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Brennnessel-, Hanf-, Nelken- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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