Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Steiermark

Polleninformation für die Steiermark vom 21. Mai 2026

Die Gräserblüte belastet zu Pfingsten!

Für die kommenden Tage verspricht der Wetterbericht für die Steiermark sonniges und trockenes Wetter. Nur am Donnerstag kann es im bergigen Westen der Steiermark noch etwas regnen. Für das lange Pfingstwochenende werden Temperaturen von über 25 °C prognostiziert. Bei diesen idealen Bedingungen für den Pollenflug sollten sich Allergiker:innen auf mäßige bis hohe Belastungen einstellen.

In der Steiermark sind an diesem langen Wochenende die frühblühenden Gräser für das Hauptallergen verantwortlich. Zu diesen zählen Trespe, Mäusegerste, Glatthafer, Rispen-, Weidel-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Auch in den höheren Lagen der Steiermark nimmt die Zahl der blühenden Gräser stetig zu. Aktuell sind die Pollenkonzentrationen hier jedoch noch etwas niedriger als in den Niederungen. Im Wiesenaspekt können die nun ebenfalls blühenden Ampfer- und Wegericharten die Belastungen verstärken. Auch die Brennnesseln haben zu blühen begonnen. 

Aktuell ist die Pappelwatte sehr präsent. Dabei handelt es sich um die Samen und die Samenhaare (also die Früchte) der Pappel. Allergische Reaktionen kann die Pappelwatte daher nicht auslösen. Dennoch erreichen uns sehr häufig Meldungen über Beschwerden, die angeblich durch Pappelwatte verursacht wurden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Pappelsamen mit dem freien Auge sichtbar sind. Verantwortlich für diese Belastungen ist jedoch der Pollen der Gräser, der zur Zeit für das Hauptallergen verantwortlich ist.

In der Steiermark klingt die Blüte von Eiche und Buche mit geringen Pollenkonzentrationen aus.

In den Bergen blüht zudem die Grün-Erle. In ihrem Verbreitungsgebiet, das über 1000 Metern Seehöhe liegt, wird ihr Belastungsschwerpunkt in den kommenden Tagen liegen. Bei passender Windrichtung kann ihr Pollen in allergierelevanten Mengen in Tallagen sowie die Niederungen verfrachtet werden. Für Allergiker:innen, die auf Birkengewächse sensibilisiert sind, ist dieser Pollen relevant.

Über das lange Wochenende wird die Zahl der blühenden Linden zunehmen. Da ihre Blüten auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie generell eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann ihr Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.

Die Niederschläge und die nun folgenden warmen Tagestemperaturen führen dazu, dass Pilzsporen an Relevanz gewinnen. An diesem langen Wochenende können erste allergierelevante Mengen an Pilzsporen in der Luft sein, die sensibilisierte Personen belasten.

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Doldenblütler, Holunder, Rosskastanie, Sauergräser, Schmetterlingsblütler, Walnuss, Binsen- und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Glatthafer ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollen Research GmbH
in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Pramod Harvey.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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