Vorhersage
Polleninformation für die Steiermark vom 22. Juni 2026
Gewitter, Hitze und stäubende Gräser!
Montags und dienstags kann es in weiten Teilen der Steiermark zu nachmittäglichen Gewittern kommen. Durch Gewitter mit erhöhter Blitzaktivität kann es zum Aufplatzen von Pollen kommen. Dadurch können große Mengen des Allergens in die Luft gelangen und zu sehr spontanen Belastungsspitzen, dem sogenannten „Thunderstorm Asthma“, führen. Ab Mittwoch stellt sich stabileres Hochsommerwetter ein und das Thermometer klettert über 30 °C. In den kommenden Tagen können die Belastungen durch Gräserpollen ein mäßiges bis hohes Niveau erreichen. appende###
Von den Niederungen bis auf die Almen und Bergwiesen der Steiermark sind die Gräser für das Hauptallergen verantwortlich. Aus diesen höheren Lagen kann in den Nachmittagsstunden Gräserpollen durch Ferntransport in die Tallagen und Niederungen verfrachtet werden. Eine Vielzahl an Gräsern, zu diesen zählen Quecke, Trespe sowie Honig-, Rispen-, Weidel-, Reit-, Kamm-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser, steht aktuell in Blüte. Ampfer- und Wegerichpollen und können die Belastungen im Wiesenaspekt intensivieren.
Die Zahl der abgeblühten Grün-Erlen nimmt in den Bergregionen der Steiermark stetig zu. Allergiker:innen, die gegenüber Birkengewächsen sensibilisiert sind, sollten auf einer Bergwanderung das direkte Umfeld dieser Erlen weiterhin meiden.
Auch die Edelkastanie blüht derzeit in der Steiermark und kann bei Personen, die auf Buchen- oder Birkengewächse sensibilisiert sind, in ihrem Umfeld Kreuzreaktionen hervorrufen.
Linden und Liguster stehen zwar noch in Blüte, aber sie sind bereits am Abklingen. Da sie auf die Bestäubung durch Insekten spezialisiert sind, kommt ihr Pollen in der Umgebungsluft eher selten vor. Der intensive Blütenduft der Linde kann bei empfindlichen Personen Atemprobleme auslösen. Für Pollenallergiker:innen, die auf Ölbaumgewächse reagieren, ist der Liguster von Bedeutung.
Die aktuellen Temperaturen und die Niederschläge begünstigen den Flug von Pilzsporen, weshalb in unseren Messstellen regelmäßig allergie-relevante Mengen gemessen werden. Während Regen die Pollenkonzentration in der Luft senkt und somit eine Entlastung für Allergiker bietet, setzen Pilze insbesondere nach Niederschlägen große Mengen an Sporen frei.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Brennnesselgewächsen, Doldenblütlern, Holunder, Kiefern, Rhododendron und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollen Research GmbH
in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Pramod Harvey.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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