Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Steiermark

Polleninformation für die Steiermark vom 27. Juli 2026

Während der Hitzewelle werden Pollen und Pilzsporen belasten!

Zu Wochenbeginn kann es in einigen Regionen der Steiermark noch regnen. Während die Niederschläge Pollenallergiker:innen kurzfristige Entlastung verschaffen, stellen sie für Personen, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, eine intensive Belastung dar, denn nach Regenfällen setzen Pilze vermehrt Sporen frei. Ab Dienstag bleibt es trocken und sonnig, und die Tageshöchsttemperaturen steigen stetig. Freitags soll der Hitzehöhepunkt erreicht werden. Der Pollen- und Pilzsporenflug wird bei diesen Bedingungen ungebremst stattfinden.

In den Niederungen der Ost- und Südsteiermark ist die Hauptblüte der Gräser bereits überschritten, und es werden meist nur geringe bis mäßige Belastungen erreicht. In Graz wurden in den letzten Tagen nur geringe Konzentrationen von Gräserpollen gemessen. An Bach- und Flussläufen sowie in Wäldern können jedoch weiterhin blühende Gräser angetroffen werden, sodass lokal intensiver Pollenflug möglich ist. In den Bergregionen der Steiermark, besonders in Höhenlagen über 1500 Metern Seehöhe, blühen weiterhin die Gräser und allergie-relevante Pollenmengen können in der Luft sein. Bei passender Windrichtung können Gräserpollen von dort in die Tallagen und die Niederungen transportiert werden, was die lokale Belastung verstärkt.

Für Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind, sind aktuell blühende Maisfelder relevant. Maispollen gehören zu den größten des Pflanzenreichs und fliegen deshalb nur kurze Strecken. Dadurch tritt nur im unmittelbaren Umfeld von Maisäckern intensiver Pollenflug auf. Auch Brennnessel, Ampfer und Wegerich sind weiterhin in Blüte und tragen zur Pollenbelastung bei.

Die Zahl der blühenden Beifuß-Exemplare nimmt ständig zu. Dichte Bestände können an Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern sowie entlang von Bach- und Flussläufen angetroffen werden. Zwar fällt der Höhepunkt seiner Blüte meist in die erste Augusthälfte, sensibilisierte Personen sollten die genannten Standorte trotzdem meiden. Bei dieser Gruppe von Allergiker:innen können Kreuzreaktionen zu Sellerie, Karotte und Kamille auftreten.

Auch das Ragweed wächst und sprießt, bis zur Blüte wird es noch bis in den August dauern. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Allergiker, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, müssen sich in den nächsten Tagen auf mäßige bis hohe Belastungen einstellen. Besonders im Umfeld von Äckern, auf denen Erntearbeiten stattfinden, können sehr hohe Pilzsporenkonzentrationen freigesetzt werden. Ein Aufenthalt in höheren Lagen minimiert die Belastung, da die Sporenkonzentrationen mit zunehmender Seehöhe abnehmen.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Doldenblütern, Fuchsschwanzgewächsen, Sauergräsern, Schmetterlingsblütlern und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Mais ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollen Research GmbH
in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Pramod Harvey.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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