Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Steiermark

Polleninformation für die Steiermark vom 13. August 2026

Die Hitzewelle dauert an und der Beifuß blüht!

Der Wetterbericht verspricht für die zweite Wochenhälfte Sonne und Hitze. Das sind ideale Bedingungen für den Beifuß-Pollenflug. Auch das Ragweed beginnt im Osten der Steiermark zu blühen. In den kommenden Tagen werden beide Korbblütler für mäßige bis hohe Belastungen sorgen. Ab Sonntag beginnt es im Westen zu regnen, und diese Niederschläge werden sich zu Wochenbeginn auf den Rest der Steiermark ausweiten. Der Regen wird Pollenallergiker:innen etwas Entlastung verschaffen. Für Personen, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, bedeutet der Regen jedoch eine erhöhte Belastung, da Pilze nach Niederschlägen vermehrt Sporen freisetzen.

In der Ost- und Südsteiermark steht der Beifuß in voller Blüte. Der Pollen dieses Korbblütlers ist hoch allergen, da bereits sechs bis zehn Pollenkörner pro Kubikmeter Atemluft Symptome auslösen können. Der Beifuß bildet dichte Bestände an Bahndämmen, Schuttplätzen, Straßenrändern sowie entlang von Bach- und Flussläufen aus.

In den Tallagen und Niederungen der Steiermark ist der Höhepunkt der Gräserblüte hingegen bereits überschritten. Hier ist meist mit geringer Belastung zu rechnen. In Wäldern und in den Bergregionen der Steiermark kann lokal intensiver Gräserpollenflug auftreten. Auch Brennnessel, Fuchsschwanzgewächse und Wegerich sind weiterhin in Blüte und tragen zur Pollenbelastung bei.

In der Ost- und Südsteiermark wächst und sprießt auch das Ragweed. Die Zahl der blühenden Exemplare nimmt ständig zu, sodass lokal erste Belastungen auftreten können. Wenn Sie bei Unternehmungen im Freien Ragweed-Populationen entdecken, können Sie diese gerne über die Citizen-Science-Plattform „Ragweed Finder“ melden. Meldungen können entweder über die Website ragweedfinder.at oder per App (für Android und iOS) erfolgen. Die Meldungen werden von Experten des „Ragweed Finder“-Teams überprüft, auf der Ragweed-Landkarte grafisch dargestellt und in regelmäßigen Abständen an die zuständigen Stellen in den Bundesländern weitergeleitet. Diese können die Fundmeldungen dann heranziehen, um weitere Schritte zu veranlassen.

Allergiker, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, müssen sich in den nächsten Tagen auf mäßige bis hohe Belastungen einstellen. Ein Aufenthalt in höheren Lagen minimiert die Belastung, da die Sporenkonzentrationen mit zunehmender Seehöhe abnehmen.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Bienenweide, Hopfen, Hanf und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Gemeiner Beifuß ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollen Research GmbH
in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Pramod Harvey.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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