Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 3. Juli 2026
Gräserpollensaison erreicht ihren Höhepunkt in höheren Lagen Tirols!
Nach mehreren Tagen mit wiederholten Regenschauern konnten viele Allergiker.innen vorübergehend aufatmen, da die Pollenkonzentrationen in weiten Teilen Tirols zurückgegangen sind. Mit der Rückkehr von warmem, sonnigem und überwiegend trockenem Wetter werden die Gräserpollenkonzentrationen in den kommenden Tagen jedoch wieder ansteigen – insbesondere in höheren Lagen, wo die Gräserpollensaison derzeit ihren Höhepunkt erreicht.
Gräserpollen: Die Gräserpollensaison geht in den tieferen Tallagen Tirols allmählich ihrem Ende entgegen, da die Blüte vieler Gräserarten langsam ausklingt. Dennoch können die Gräserpollenkonzentrationen an warmen und trockenen Tagen weiterhin mäßige allergene Belastungen erreichen, insbesondere in der Nähe von Wiesen, Weiden, Grünflächen und Straßenrändern. Trotz des insgesamt rückläufigen Trends müssen viele Allergiker:innen daher weiterhin mit Beschwerden rechnen.
In höheren Lagen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Oberhalb von etwa 1.500 m erreicht die Gräserpollensaison derzeit ihren Höhepunkt. Um 1.500 m Seehöhe treten häufig mäßige allergene Belastungen auf, während oberhalb von 2.000 m mäßige bis hohe Belastungen möglich sind – insbesondere auf Wiesen, Weiden und anderen grasreichen Flächen, wo die Pollenbelastung am höchsten ist. Wer in diesen Höhenlagen Freizeitaktivitäten plant, sollte daher mit verstärkten Allergiebeschwerden rechnen.
Zusätzlich zu den Gräserpollen werden weiterhin Wegerich- und Ampferpollen nachgewiesen. Obwohl diese Pollentypen meist in geringeren Mengen auftreten als Gräserpollen, können sie die Beschwerden bei empfindlichen Personen während der Gräserpollensaison zusätzlich verstärken.
Grün-Erlenpollen: Die Grün-Erlenpollensaison ist in Tirol inzwischen weitgehend beendet. Derzeit werden nur noch sehr geringe Pollenkonzentrationen nachgewiesen.
Edelkastanienpollen: Geringe Mengen an Edelkastanienpollen werden weiterhin registriert. In Tirol kommt die Edelkastanie hauptsächlich in Parks und Gärten vor. Da sie überwiegend von Insekten bestäubt wird, verbleibt der Großteil ihres Pollens in der Nähe der blühenden Bäume. Obwohl Edelkastanienpollen nur eine geringe allergene Relevanz besitzen, wurden Kreuzreaktionen mit Birkenpollen beschrieben. Bei entsprechend sensibilisierten Personen können daher vereinzelt Beschwerden auftreten.
Weitere Pollentypen: Darüber hinaus werden unter anderem Pollen von Kiefer, Zypressengewächsen, Linde, Brennnessel und Sauergräsern nachgewiesen. Diese Pollentypen besitzen nur eine geringe allergene Relevanz.
Pilzsporen: Die Konzentrationen von Pilzsporen in der Luft liegen derzeit in weiten Teilen Tirols im mäßigen bis hohen Bereich. Regenphasen und die damit verbundene erhöhte Luftfeuchtigkeit fördern das Wachstum von Pilzen und die Bildung von Sporen. Personen, die empfindlich auf Pilzsporen reagieren, können daher insbesondere nach Regenfällen verstärkt Beschwerden entwickeln.
Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Mit der Rückkehr von warmem und überwiegend trockenem Wetter wird die Freisetzung von Gräserpollen erneut begünstigt – insbesondere in höheren Lagen, wo die Gräserblüte noch in vollem Gange ist. Obwohl die Niederschläge der vergangenen Tage vorübergehend für Entlastung gesorgt haben, werden die Pollenkonzentrationen in den kommenden Tagen voraussichtlich wieder ansteigen. Personen mit einer Gräserpollenallergie sollten daher die aktuellen Pollenprognosen beachten und längere Aufenthalte auf Wiesen, Weiden und anderen grasreichen Flächen nach Möglichkeit vermeiden. Regenschauer können zwar kurzfristig für Entlastung sorgen, ihre Wirkung ist jedoch meist nur von kurzer Dauer.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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