Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 26. Juni 2026
Die Gräserpollensaisonverlagert sich in höhere Lagen!
Tirol befindet sich derzeit in einer anhaltenden Hitzewelle mit sehr warmem und überwiegend trockenem Wetter. Wir wünschen allen eine gute und gesunde Woche und empfehlen, während der heißen Tage auf ausreichenden Schutz und Flüssigkeitszufuhr zu achten. Diese Wetterbedingungen begünstigen weiterhin die Produktion und Verbreitung von Pollen. Während die Gräserpollenkonzentrationen in den Tallagen nun langsam zurückgehen, verlagert sich die Gräserpollensaison zunehmend in höhere Lagen, wo die allergene Belastung derzeit ansteigt.
Gräser bleiben der dominierende allergene Pollentyp in Tirol. In vielen Tallagen und tieferen Höhenstufen wird inzwischen ein allmählicher Rückgang der Pollenkonzentrationen beobachtet, da die Blüte vieler Gräser ihrem Ende entgegengeht. Dennoch können insbesondere bei warmem und trockenem Wetter weiterhin mäßige bis lokal hohe allergene Belastungen auftreten. Viele Allergiker:innen in Tirol berichten nach wie vor über mäßige bis starke Beschwerden.
Gräserpollen: Gleichzeitig verlagert sich der Schwerpunkt der Gräserpollensaison zunehmend in höhere Lagen. In Höhen um 1500 Meter Seehöhe können derzeit hohe allergene Belastungen auftreten, während in Höhen um 2000 Metern inzwischen häufig mäßige Belastungen erreicht werden. Wiesen, Weiden und andere grasreiche Flächen weisen weiterhin die höchsten Pollenkonzentrationen auf und stellen die wichtigsten Belastungsschwerpunkte für Gräserallergiker:innen dar.
Zusätzlich zu den Gräserpollen befinden sich auch Wegerich- und Ampferpollen in der Luft. Wegerichpollen besitzen ein mäßiges allergenes Potenzial und betreffen häufig Personen, die bereits auf Gräserpollen sensibilisiert sind. Ampferpollen gelten als weniger allergen, können die Beschwerden während der Gräserpollensaison jedoch zusätzlich verstärken.
Grün-Erlenpollen: Die Grün-Erlenpollensaison geht nun ihrem Ende entgegen. Derzeit werden nur noch geringe Pollenkonzentrationen nachgewiesen.
Edelkastanienpollen: Derzeit werden geringe Mengen an Edelkastanienpollen in der Luft nachgewiesen. In Tirol kommt die Edelkastanie hauptsächlich in Parks und Gärten vor. Da sie überwiegend von Insekten bestäubt wird, verbleibt ihr Pollen meist in der Nähe der blühenden Bäume. Obwohl Edelkastanienpollen nur eine geringe allergene Bedeutung besitzen, können sie aufgrund möglicher Kreuzreaktionen bei Personen mit Birkenpollenallergie gelegentlich Beschwerden auslösen.
Weitere Pollentypen: Darüber hinaus werden Pollen von Fichte, Kiefer, Zypressengewächsen, Holunder, Linde, Brennnessel, Sauergräsern und weiteren krautigen Pflanzen nachgewiesen. Diese Pollentypen besitzen jedoch nur eine geringe allergene Relevanz.
Pilzsporen: Das derzeit heiße und trockene Wetter ist für die Bildung von Pilzsporen nur wenig günstig. Mit den für die kommenden Tage erwarteten Gewittern und der damit verbundenen höheren Luftfeuchtigkeit dürfte das Wachstum von Pilzen jedoch gefördert werden. Dadurch können die Konzentrationen von Pilzsporen in der Luft nach Niederschlägen ansteigen und bei empfindlichen Personen zusätzliche allergische Beschwerden verursachen.
Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Die aktuelle Hitzewelle wird voraussichtlich auch in den kommenden Tagen anhalten. Einzelne Gewitter können die Pollenkonzentrationen in der Luft zwar vorübergehend reduzieren, gleichzeitig jedoch das Risiko für Gewitterasthma erhöhen. Dabei zerfallen Pollenkörner in winzige Partikel, die tief in die Lunge eindringen und schwere allergische Reaktionen oder Asthmaanfälle auslösen können. Allergiker*innen sollten daher die aktuellen Pollen- und Wetterprognosen aufmerksam verfolgen, Aufenthalte in grasreichen Gebieten während warmer und trockener Wetterphasen möglichst einschränken und während Gewittern nach Möglichkeit in Innenräumen bleiben sowie die Fenster geschlossen halten.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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