Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 7. August 2026
Beifußpollensaison beginnt in Tirol – zunehmende allergene Belastung erwartet!
Die sommerliche Pollensaison geht in Tirol in ihre nächste Phase über. Während die Gräserpollenkonzentrationen weiter zurückgehen und inzwischen überwiegend niedrig sind, gewinnt Beifuß (Artemisia) zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Pflanzen erreichen die volle Blüte, sodass in der kommenden Woche mit einem Anstieg der Beifußpollenkonzentrationen zu rechnen ist.
Beifußpollen: Beifuß blüht nun in ganz Tirol, und zunehmend werden Beifußpollen in der Luft nachgewiesen. Die allergene Belastung ist derzeit noch relativ gering, dürfte in den kommenden Tagen jedoch ansteigen, da immer mehr Pflanzen ihre volle Blüte erreichen. Die Beifußpollensaison erreicht üblicherweise etwa Mitte August ihre höchste Intensität, wodurch dieser Pollentyp nun zur nächsten wichtigen Herausforderung für Allergiker:innen wird. Beifußpollen besitzen ein hohes allergenes Potenzial und können bei sensibilisierten Personen ausgeprägte Beschwerden auslösen. Eine höhere Belastung kann in der Nähe größerer Beifußbestände auftreten, die häufig an Straßenrändern, entlang von Wegen und Feldrändern sowie auf Brachflächen und anderen gestörten Standorten zu finden sind.
Gräserpollen: Die Gräserpollenkonzentrationen gehen in ganz Tirol weiter zurück und sind inzwischen in allen Höhenlagen überwiegend niedrig. Da die Blüte bei den meisten Gräserarten bereits weit fortgeschritten oder abgeschlossen ist, ist in dieser Saison kein wesentlicher erneuter Anstieg der Pollenkonzentrationen mehr zu erwarten. Lokal können in der Nähe von Bergwiesen und Weiden noch höhere Konzentrationen auftreten. Auch Wegerich- und Ampferpollen sind weiterhin in geringen Konzentrationen vorhanden und können bei Gräserallergiker:innen zu zusätzlichen Beschwerden beitragen. Insgesamt liegt die Phase der höchsten Belastung für die meisten Gräserallergiker:innen inzwischen jedoch hinter uns.
Weitere Pollentypen: Pollen anderer Pflanzen, insbesondere von Brennnesseln, sind ebenfalls in der Luft vorhanden. Diese Pollentypen besitzen in der Regel nur eine geringe allergene Relevanz.
Pilzsporen: Die Konzentrationen luftgetragener Pilzsporen liegen derzeit in der gesamten Region im mäßigen bis hohen Bereich. Nach Regenperioden können die Konzentrationen weiter ansteigen und bei empfindlichen Personen Beschwerden auslösen.
Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Da die Gräserpollenkonzentrationen niedrig bleiben, richtet sich die Aufmerksamkeit nun zunehmend auf den Beifuß. Beifußallergiker:innen sollten besonders auf größere Bestände entlang von Straßen, Wegen und Feldrändern sowie auf gestörten Flächen achten, da die lokale Belastung dort deutlich höher sein kann. Mit fortschreitender Blüte ist mit einem Anstieg der Beifußpollenkonzentrationen bis zum saisonalen Höhepunkt etwa Mitte August zu rechnen. Regen kann die Pollenkonzentrationen in der Luft vorübergehend verringern, während die Pilzsporenkonzentrationen anschließend ansteigen können.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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