Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Tirol

Polleninformation für Tirol vom 29. Mai 2026

Gräserpollensaison intensiviert sich in Tirol – mäßige bis hohe allergene Belastungen werden gemessen!

In den vergangenen Tagen haben warme und sonnige Wetterbedingungen die Entwicklung der Gräser sowie die Pollenfreisetzung in Tirol deutlich begünstigt. Dadurch hat die allergene Belastung durch Gräserpollen in der gesamten Region spürbar zugenommen. Je nach Standort erreichen die Gräserpollenkonzentrationen inzwischen mäßige bis hohe Werte, wodurch Gräser derzeit den dominierenden allergenen Pollentyp darstellen.

Gräserpollen: Die Gräserpollenkonzentrationen sind in den letzten Tagen deutlich angestiegen und stellen aktuell die größte Herausforderung für Allergiker:innen in Tirol dar. In vielen Tallagen werden derzeit mäßige bis hohe allergene Belastungen gemessen, insbesondere in der Nähe von Wiesen, Weiden, Grünflächen und Straßenrändern, wo die Pollenbelastung häufig am höchsten ist. Personen mit einer Gräserpollenallergie wird daher empfohlen, Aufenthalte in diesen Bereichen nach Möglichkeit zu reduzieren.

Auf Höhenlagen um 1.500 m haben die Gräserpollenkonzentrationen inzwischen Werte erreicht, die zu mäßigen allergenen Belastungen führen können. In höheren Lagen um 2.000 m bleiben die Konzentrationen derzeit noch vergleichsweise niedrig, nehmen jedoch mit dem Fortschreiten der Vegetationsentwicklung allmählich zu. Zusätzlich steigen auch die Konzentrationen von Wegerich- und Ampferpollen. Wegerichpollen besitzen ein mäßiges allergenes Potenzial und betreffen häufig Personen, die bereits auf Gräserpollen sensibilisiert sind. Ampferpollen gelten als weniger allergen, können jedoch Beschwerden bei Gräserallergiker:innen verstärken. Zusammen können diese Pollentypen allergische Reaktionen zusätzlich verstärken.

Birkenpollen: In einigen mittleren Höhenlagen der Region blühen Birken weiterhin. Obwohl die Konzentrationen insgesamt weiter zurückgehen, können lokal noch mäßige allergene Belastungen auftreten. Die Birkenpollensaison verlief in mittleren Höhenlagen in diesem Jahr besonders lang und intensiv, wie beispielsweise in Galtür.

Grün-Erlenpollen: In höheren Lagen steht die Grün-Erle nun in voller Blüte. Die allergene Belastung durch Grün-Erlenpollen nimmt zu und kann in einigen hochgelegenen Regionen, wie beispielsweise in Obergurgl, bereits mäßige Werte erreichen.

Weitere Pollentypen: Obwohl Pollen von Fichte und Kiefer weiterhin in großen Mengen in der Luft vorhanden sind, stellen sie aufgrund ihres geringen allergenen Potenzials keine wesentliche Belastung für Allergiker:innen dar. Darüber hinaus werden unter anderem Pollen von Walnuss, Maulbeere, Sauergräsern und Zypressengewächsen nachgewiesen, diese besitzen derzeit jedoch nur eine geringe allergene Relevanz.

Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Das warme, sonnige und trockene Wetter der vergangenen Tage hat in vielen Teilen Tirols zu den bislang höchsten Gräserpollenkonzentrationen der Saison geführt. Personen mit Gräserpollenallergie sollten die aktuellen Pollenprognosen beachten und Aufenthalte in der Nähe von Wiesen und anderen grasreichen Bereichen möglichst einschränken. Ab Sonntag wird wieder wechselhafteres Wetter mit Niederschlägen erwartet. Dies dürfte die Pollenkonzentrationen in der Luft vorübergehend reduzieren und insbesondere während sowie kurz nach Regenfällen für eine gewisse Entlastung sorgen.

Blühendes Knäuelgras ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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