Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Vorarlberg

Polleninformation für Vorarlberg vom 25. Mai 2026

Heiße Tage an denen der Gräserpollen fliegt!

In dieser Woche bleiben die Wetterbedingungen in Vorarlberg stabil. Es bleibt trocken und sonnig, und das Thermometer klettert sogar über 30 °C. Für Pollenallergiker:innen bedeutet dies Tage mit hoher Pollenlast, denn der Pollenflug kann ungehindert stattfinden.### appende###

In Vorarlberg sind die frühblühenden Gräser für das Hauptallergen verantwortlich. Dazu diesen zählen Trespe, Mäusegerste, Glatthafer, Ruch-, Rispen-, Weidel-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Auch in den höheren Lagen nimmt die Zahl der blühenden Gräser stetig zu. Im Wiesenaspekt können die nun ebenfalls blühenden Ampfer- und Wegericharten die Belastung verstärken. Auch die Brennnesseln haben zu blühen begonnen. 

Aktuell ist die Pappelwatte sehr präsent. Dabei handelt es sich um die Samen und die Samenhaare (also die Früchte) der Pappel. Allergische Reaktionen kann die Pappelwatte daher nicht auslösen. Dennoch erreichen uns sehr häufig Meldungen über Beschwerden, die angeblich durch Pappelwatte verursacht wurden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Pappelsamen mit dem freien Auge sichtbar sind. Verantwortlich für diese Belastungen ist jedoch der Pollen der Gräser, der zurzeit für das Hauptallergen verantwortlich ist.

Die Eichen- und Buchenblüte ist vorbei, weshalb nur noch geringe Pollenkonzentrationen erreicht werden. 

In den Bergen blüht zudem die Grün-Erle. In ihrem über 1000 Metern Seehöhe befindlichen Verbreitungsgebiet wird ihr Belastungsschwerpunkt in den kommenden Tagen liegen. Bei passender Windrichtung kann ihr Pollen in allergierelevanten Mengen in Tallagen und die Niederungen verfrachtet werden. Für Allergiker:innen, die auf Birkengewächse sensibilisiert sind, ist dieser Pollen relevant.

In den Tälern Vorarlbergs blühen nun die Linden. Da ihre Blüten auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie generell eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann ihr Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.

Die Pilzsporen haben an Relevanz gewonnen, sodass bereits erste allergierelevante Mengen in der Luft sind, die sensibilisierte Personen belasten werden.

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Fichte, Kiefer, Doldenblütler, Holunder, Rosskastanie, Schmetterlingsblütler, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühendes Knäuelgras ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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