Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Vorarlberg

Polleninformation für Vorarlberg vom 9. Juli 2026

Das Thermometer steigt wieder über 30 °C, Gräserpollen und Pilzsporen belasten!

In der zweiten Wochenhälfte bleibt es trocken und sonnig. Gleichzeitig steigen die Temperaturen wieder auf über 30 °C. Unter diesen Bedingungen kann der Pollenflug ungehindert stattfinden. In den Niederungen Vorarlbergs ist überwiegend mit einer mäßigen Pollenbelastung zu rechnen.

Gräser bleiben das Hauptallergen in der Umgebungsluft. In den Tallagen und Niederungen hat sich die Belastung durch Gräserpollen auf einem mäßigen Niveau eingependelt. Verantwortlich dafür sind das Ende der Blüte der frühblühenden Gräser sowie die Mahd. Lokal, insbesondere entlang von Bachläufen oder in Laubwäldern, kann die Gräserpollenbelastung jedoch weiterhin hoch ausfallen. Die aktuellen Belastungsschwerpunkte liegen auf Almen und Bergwiesen, wo sich die Vielfalt der heimischen Gräser besonders bemerkbar macht. Personen mit einer Gräserpollenallergie sollten dies bei der Planung von Bergwanderungen berücksichtigen. Bei entsprechender Windrichtung können Gräserpollen aus höheren Lagen in die Täler verfrachtet werden und dort für zusätzliche Belastungen sorgen. Dies ist vor allem bei abendlichen Fallwinden möglich. Auch Ampfer und Wegerich stehen weiterhin in Blüte und tragen zusätzlich zur Pollenbelastung bei.

In seinen Anbaugebieten hat der Mais zu blühen begonnen. Maispollen zählt zu den größten Pollenkörnern im Pflanzenreich. Aufgrund seiner Größe und seines vergleichsweise hohen Gewichts wird er nur über kurze Distanzen transportiert. Erhöhte Pollenkonzentrationen sind daher vor allem im direkten Umfeld blühender Maisfelder zu erwarten.

Allergiker, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, müssen sich in den kommenden Tagen auf eine mäßige bis hohe Belastung einstellen. Erhöhte Pilzsporenkonzentrationen treten insbesondere im Umfeld von Feldern auf, auf denen gerade geerntet wird. Beim Dreschen von Getreide werden große Mengen an Feinstaub und Pilzsporen aufgewirbelt. Entlastung bietet ein Aufenthalt in höheren Lagen, denn mit zunehmender Seehöhe nimmt die Belastung durch Pilzsporen deutlich ab.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Doldenblütlern, Spiersträuchern, Kiefern, Brennnessel-, Fuchsschwanz- und Wacholder im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Mais ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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