Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Vorarlberg

Polleninformation für Vorarlberg vom 2. Juli 2026

Freitags bringt Regen kurzfristige Entlastung!

Bis auf Freitag bleibt es in Vorarlberg sonnig und trocken. Der Regen am Freitag beschert Pollenallergiker:innen eine kurze Verschnaufpause. Donnerstags, samstags und sonntags kann der Pollen hingegen uneingeschränkt fliegen. Es ist mit mäßiger und lokal auch mit hoher Pollenlast zu rechnen.

In den Niederungen werden meist mäßige Konzentrationen an Gräserpollen erreicht. Lokal, insbesondere entlang von Bachläufen oder in Laubwäldern, kann es zu intensiven Pollenbelastungen durch Gräser kommen. Die Mahd hat ebenfalls dazu beigetragen, dass die Belastung durch Gräserpollen etwas zurückgegangen ist. Auf Almen und Bergwiesen steht jedoch weiterhin eine Vielzahl an Gräsern in Blüte. Personen, die auf Gräser sensibilisiert sind, sollten dies bei der Planung einer Bergwanderung berücksichtigen. Auch Ampfer und Wegerich stehen noch in Blüte und intensivieren die Pollenbelastung.

Die Blütezeit von Edelkastanie und Liguster neigt sich dem Ende zu. Allergierelevante Pollenkonzentrationen treten nur noch in der unmittelbaren Umgebung dieser Bäume und Heckensträucher auf. Die Edelkastanie kann bei Personen, die auf Buchen- oder Birkengewächse sensibilisiert sind, Kreuzreaktionen auslösen. Der Liguster ist ein beliebter Heckenstrauch und für Pollenallergiker:innen, die auf Ölbaumgewächse reagieren, von Bedeutung.

In den Tallagen sind die Linden weitgehend abgeblüht, während an höher gelegenen Standorten weiterhin blühende Exemplare zu finden sind. Da ihre Blüten auf Insektenbestäubung angepasst sind, ist ihr Pollen eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann ihr Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.

Das feuchte und warme Wetter der kommenden Tage wird zu einem Anstieg der Pilzsporenkonzentrationen führen. Besonders nach Niederschlägen setzen Pilze vermehrt Sporen frei, wodurch die Belastung kurzfristig stark ansteigen kann. Personen, die auf Pilzsporen sensibilisiert sind, sollten das Umfeld von gerade geernteten Feldern meiden. Beim Dreschen von Getreide werden große Mengen an Feinstaub und Pilzsporen aufgewirbelt. Mit zunehmender Seehöhe nimmt die Belastung durch Pilzsporen merklich ab.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind derzeit auch Pollen von Doldenblütlern, Kiefern, Brennnessel-, Fuchsschwanz- und Zypressengewächsen im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühender Glatthafer ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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