Vorhersage
Polleninformation für Wien vom 7. September 2026
Ragweed sorgt weiterhin für intensive Belastungen!
Die Woche startet in Wien sonnig bei mäßigem bis lebhaftem Südostwind und spätsommerlich warmen Temperaturen. Am Mittwoch ziehen dann im Zuge einer Kaltfront dichte Wolken und Regenschauer auf. Die Niederschläge sorgen für eine kurzfristige Entlastung bei Allergiker:innen. Im weiteren Wochenverlauf beruhigt sich das Wetter wieder, und mit zunehmendem Sonnenschein sind erneut erhöhte Pollenbelastungen zu erwarten. Hauptallergen in Wien bleibt in diesen Tagen Ragweed, unterstützt durch Beifuß sowie Pilzsporen.
Ragweed gilt als eines der stärksten Pollenallergene überhaupt und sorgt bereits ab geringsten Konzentrationen für intensive allergische Belastungen. Die Saison ist heuer aufgrund der verhältnismäßig trockenen Sommermonate schwieriger zu prognostizieren als in früheren Jahren. Besonders an trockenen Tagen mit Wind aus östlicher oder südöstlicher Richtung sind in Wien hohe bis sehr hohe Belastungen möglich, da sich zu den lokalen Pollenkonzentrationen am Vormittag zusätzlicher Ferntransport aus Ostösterreich aber auch Ost- und Südosteuropa in den Nachmittagsstunden gesellen kann.
Der gemeine Beifuß ist auch in Wien weitestgehend abgeblüht. Relevante Belastungen sind nur mehr im unmittelbaren Umfeld großer Bestände zu erwarten. Allerdings beginnen vereinzelt der einjährige Beifuß sowie der Kamtschatka-Beifuß zu blühen, sodass im Verlauf der kommenden Woche noch einmal ein Belastungsanstieg möglich ist. Da Beifuß und Ragweed beide zur Familie der Korbblütler gehören, sind Kreuzreaktionen möglich.
Die Gräserpollensaison ist weitgehend abgeschlossen. Nennenswerte Belastungen gehen derzeit nur mehr von Ziergräsern im urbanen Raum sowie von der beginnenden Schilfblüte aus. Dies kann zum einen für einen Belastungsanstieg rund um kleinere Teiche in den Wiener Grünanlagen sorgen aber bei passenden Windbedingungen auch dazu führen, dass Gräserpollen vom Schilfgürtel um den Neusiedler See bis nach Wien verfrachtet wird.
Die Pilzsporenbelastungen verbleiben auf mäßigem bis hohem Niveau. Besonders in den Stunden nach den Niederschlägen am Mittwoch und Donnerstag ist mit einem starken Anstieg der Konzentrationen zu rechnen. Betroffene sollten Aufenthalte im Freien unmittelbar nach dem Regen nach Möglichkeit einschränken.
Pollen von Brennnessel-, Hanf-, Fuchsschwanzgewächsen und Wegerich sind weiterhin im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
zum Team