Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Niederösterreich

Polleninformation für Niederösterreich vom 20. April 2026

Die Birke belastet weiterhin, ihre Blüte neigt sich dem Ende zu! 

Die Woche beginnt in Niederösterreich bewölkt. Am Dienstag regnet es dann verbreitet. Solange es trocken bleibt, bleibt die Belastung auf einem mäßigen bis hohen Niveau. Der Regen beschert Allergiker:innen eine kurzfristige Entlastung. Ab Mittwoch bessern sich die Wetterbedingungen und der Pollenflug nimmt wieder Fahrt auf. Weiterhin ist die Birke für das Hauptallergen in der Luft verantwortlich.

Im Donauraum, im Weinviertel und im Wiener Becken nimmt die Zahl der Birken, die ihr Blühpotenzial ausgeschöpft haben und ihre Kätzchen abwerfen, zu. In den höheren Lagen des Industrie-, Most- und Waldviertels besitzen die Birken hingegen weiterhin das Potenzial, Pollen freizusetzen. In diesen Regionen werden weiterhin hohe Pollenkonzentrationen erreicht. In den Nachmittagsstunden können allergie-relevante Pollenmengen aus diesen Regionen in die Niederungen verfrachtet werden. Die Blüte der Hainbuche neigt sich dem Ende zu, sodass nur noch geringe Pollenmengen in unseren Messstellen registriert wurden.

In Niederösterreich blühen die Walnüsse, die Eichen und die Buchen. Da sie mit den Birkengewächsen verwandt sind, können bei empfindlichen Personen ebenfalls Kreuzreaktionen auftreten.

Im Industrie-, Most- und Waldviertel haben Esche, Pappel und Weide ihre Blütezeit bereits hinter sich, sodass von diesen Frühblühern nur noch eine geringe Pollenlast ausgeht.

In Niederösterreich blüht der Flieder. Als Verwandter der Esche kann er bei Personen, die auf Ölbaumgewächse sensibilisiert sind, Kreuzreaktionen auslösen. Da er von Insekten bestäubt wird, produziert er jedoch deutlich weniger Pollen. Belastungen treten daher vor allem in unmittelbarer Nähe auf. Wer empfindlich auf Ölbaumgewächse reagiert, sollte auf das Aufstellen von blühenden Zweigen in Innenräumen verzichten.

Die aktuell blühende Platane kommt in Niederösterreich nur als angepflanzte Zierpflanze in Parks oder als Alleebaum in Siedlungsgebieten vor. Hier kann sie in den kommenden Tagen für intensive Belastungen sorgen.

Im Donauraum, im Weinviertel und im Wiener Becken nimmt die Zahl der frühblühenden Gräser langsam, aber stetig zu. Es wurden bereits blühende Rispen-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser gesichtet, sodass in deren Umfeld mit geringen bis mäßigen Belastungen zu rechnen ist. In den höheren Lagen benötigen die Gräser noch einige Zeit, bis sie blühen.

Neben den bereits erwähnten Pollentypen befinden sich derzeit auch Pollen von Ahorn, Lärche, Rosskastanie und Zypressengewächsen in der Luft. Von diesen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.

Blühbereitschaft Gräser am

Allentsteig

2026-05-14

Amstetten

2026-05-05

Gumpoldskirchen

2026-05-04

Gutenstein-Mariahilfberg

2026-05-12

Hohe Wand/Hochkogelhaus

2026-05-18

Krems

2026-05-03

Lunz

2026-05-12

Reichenau/Rax

2026-05-09

St. Pölten

2026-05-04

Tulln/Langenlebarn

2026-05-03

Waidhofen/Ybbs

2026-05-06

Wiener Neustadt

2026-05-04

Zwerndorf-Marchegg

2026-05-02


Prognose vom 2026-04-20

Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.

Blühende Platane ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Sabine Kottik.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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