Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Tirol

Polleninformation für Tirol vom 24. April 2026

Birkenpollensaison über dem Höhepunkt – allergene Belastung in Tirol nimmt allmählich ab!

In der vergangenen Woche sind die Pollenproduktion und -verbreitung in Tirol auf einem hohen Niveau geblieben. Wir befinden uns weiterhin in der Hauptphase der Pollensaison, in der mehrere Baumarten gleichzeitig blühen.

Birkenpollen: Die Birkenpollensaison hat ihren Höhepunkt erreicht, und es wird nun ein rückläufiger Trend beobachtet. In diesem Jahr war die Birkenpollensaison besonders intensiv, mit sehr hohen Pollenkonzentrationen über mehrere aufeinanderfolgende Tage. Obwohl die Werte nun langsam zurückgehen, bleibt die Birke ein wichtiger Beitrag zur allergenen Belastung. Die Hainbuche ist weiterhin präsent, zeigt jedoch ebenfalls einen rückläufigen Trend. Gleichzeitig nehmen die Pollenkonzentrationen von Buche und Eiche zu. Es ist wichtig zu beachten, dass beide aufgrund von Kreuzreaktionen bei Personen mit einer Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen weiterhin Symptome auslösen können, auch wenn die Birkenpollenkonzentrationen bereits abnehmen.

Eschenpollen: Eschenpollen sind weiterhin in der Luft vorhanden und tragen zur allergenen Belastung bei. In der Region werden überwiegend mäßige Konzentrationen gemessen.

Platanenpollen: Die Konzentrationen von Platanenpollen waren in den letzten Tagen hoch, insbesondere entlang von Alleen mit entsprechenden Baumbeständen. Ein Rückgang der Konzentrationen wird nun erwartet.

Gräserpollen: Die ersten Gräserpollen werden nun in der Luft nachgewiesen. Die Gräserpollensaison steht am Beginn und könnte aufgrund der aktuellen sonnigen und trockenen Witterung in diesem Jahr früh einsetzen. Wir verfolgen die Entwicklung weiterhin genau und halten Sie auf dem Laufenden.

Weitere Pollentypen: Es werden zudem Pollen von Lärche, Walnuss, Zypressengewächsen und Weide nachgewiesen, diese haben jedoch eine geringe allergene Relevanz.

Situation in höheren Lagen: In höheren Höhenlagen nimmt die allergene Belastung allmählich zu, wobei Birkenpollenkonzentrationen lokal bereits mäßige Werte erreichen.

Auch wenn die Birkenpollenkonzentrationen langsam zurückgehen, bleibt die Gesamtbelastung durch andere Pollentypen und Kreuzreaktionen weiterhin hoch. Diese Phase bleibt daher herausfordernd für Allergiker:innen, wobei Gräserpollen in den kommenden Wochen zunehmend an Bedeutung gewinnen werden.

Blühende Birke ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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