Vorhersage
Polleninformation für Österreich vom 16. April 2026
Weiterhin ist die Birke für das Hauptallergen verantwortlich!
Am Donnerstag ist es bewölkt und es ziehen einzelne Regenschauer über unser Land hinweg. Doch schon ab Freitag wird es wieder freundlicher – und damit der Pollenflug wieder angekurbelt. Vor allem am Samstag muss im gesamten Bundesgebiet mit hohen allergischen Belastungen gerechnet werden. Ab Sonntag sorgt eine Störungszone für einen Wetterumschwung, der ausgiebige Niederschläge mit sich bringen kann und die Pollenlast senken wird.
Birkenpollen stellt weiterhin das Hauptallergen in der Umgebungsluft dar. Zwar wurde die Phase der Spitzenbelastungen in den Niederungen Ostösterreichs bereits überschritten, die Belastungen bleiben aber weiterhin auf hohem Niveau. Im Rest des Landes ist vermutlich an diesem Wochenende mit der Belastungsspitze zu rechnen. Da der Kätzchenbesatz der Birke heuer überdurchschnittlich dicht ist, ist davon auszugehen, dass die Belastungen für längere Zeit auf hohem bis sehr hohem Niveau verbleiben werden.
Neben der Birke setzen auch andere Vertreter der Birkengewächse wie Hainbuche oder Hopfenbuche Pollen frei und können durch Kreuzreaktionen für zusätzliche Belastungen sorgen, da die Allergene dieser Pflanzen jenen der Birke strukturell sehr ähnlich sind.
Die Eschenpollensaison geht im Osten Österreichs bereits langsam zu Ende, während sie im Westen weiterhin für mäßige bis hohe Belastungen sorgen kann.
Der Flieder beginnt in den Niederungen zu blühen. Als Verwandter der Esche kann auch er Kreuzreaktionen auslösen. Da er jedoch von Insekten bestäubt wird, ist die Pollenmenge vergleichsweise gering und vor allem im direkten Umfeld relevant. Wer empfindlich auf Ölbaumgewächse reagiert, sollte blühende Zweige nicht in Innenräumen aufstellen.
Im urbanen Raum ist zudem mit Belastungen durch die Platanenblüte zu rechnen. Besonders entlang von Platanenalleen können dabei teils intensive Belastungen auftreten.
An thermisch begünstigten Standorten stehen vereinzelt bereits erste Rispengräser in Blüte. Dabei handelt es sich um sehr lokal begrenzte Vorkommen, die derzeit nur im direkten Umfeld für geringe Belastungen sorgen können. Die Prognosedaten für die Gräserpollensaison deuten momentan auf ein Erreichen der Blühbereitschaft Anfang Mai hin. Diese Daten sind zu Beginn der Saison noch mit größeren Unsicherheiten behaftet und gewinnen im Laufe der Zeit an Präzision.
Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Ahorn, Buche, Eibe, Eiche, Pappel, Sauergräser, Simsen- und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.
Blühbereitschaft Gräser | am |
Bregenz | 2026-05-06 |
Eisenstadt | 2026-05-03 |
Graz | 2026-05-01 |
Innsbruck | 2026-05-03 |
Klagenfurt | 2026-05-01 |
Linz | 2026-05-04 |
Salzburg | 2026-05-06 |
St. Pölten | 2026-05-04 |
Wien | 2026-05-03 |
München | 2026-05-08 |
Bozen | 2026-04-21 |
Prognsedatum: 2026-04-16
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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