Vorhersage
Polleninformation für Kärnten für den Zeitraum vom 2. bis 9. April 2026
Hohe Pollenlast zu Ostern durch Birke und Esche!
Mit dem Anstieg der Tagestemperaturen und dem Ende der kühlen Nächte wird über das Osterwochenende die pollenallergische Belastung schnell hohe Ausmaße erreichen. In erster Linie ist es die Pollenfreisetzung der Birke, die für Allergiker:innen gesundheitliche Probleme erzeugen wird. Nach dem unterdurchschnittlichen Pollenflug im Jahr 2025, muss damit gerechnet werden, dass in diesem Jahr das Stäuben der Birke hohe Werte erreichen wird. Am Beginn der Pollenfreisetzungsphase sind in den frühen Morgenstunden noch sehr geringe Mengen an Birkenpollen in der Luft. Ab den späten Vormittagsstunden erfolgt dann ein rascher Anstieg der allergischen Belastung. Mit dem Eintritt der Vollblüte kann dann zu jeder Tages- und Nachtzeit die allergische Reizschwelle erreicht werden. Personen, die gegen Birkenpollen sensibilisiert sind, sollten daher im Verlauf des Prognosezeitraumes den Aufenthalt im Freien nach Möglichkeit einschränken. Weitaus geringere Belastungen mit Birkenpollen gibt es in Höhenlagen ab 1500 Meter und in den Küstenregionen unserer südlichen Nachbarländer.
An zweiter Stelle der pollenallergischen Belastungssituation steht die Esche, die in Kärnten vor allem in den Tal- und Beckenlagen weit verbreitet ist. Obwohl viele Eschen in Kärnten durch eine von einem Pilz hervorgerufene Erkrankung geschwächt sind, kann immer noch eine hohe Pollenfreisetzung registriert werden. Im Umfeld von Eschenbeständen kann dadurch eine starke pollenallergische Belastung auftreten.
Zeitgleich mit dem Stäuben der Birke beginnt auch das Stäuben der Hainbuche, die mit der Birke sehr nahe verwandt ist. Als Folge von pollenallergischen Kreuzreaktionen kann bei Birkenpollen-Allergiker:innen auch der Pollen der Hainbuche Beschwerden auslösen.
Weitere Pollentypen stammen derzeit vom Eschen-Ahorn, der Zitter-Pappel, der Ulme und den Zypressengewächsen. Der Pollen dieser früh blühenden Baum-Arten besitzt aber nur eine geringe allergologische Bedeutung.
Dr. Helmut Zwander
Für den Inhalt verantwortlich
Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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