Vorhersage

Situation und mittelfristige Prognose für Österreich

Polleninformation für Österreich vom 30. April 2026

Am langen Wochenende ist mit steigenden Gräserpollenbelastungen zu rechnen!

Der Wetterbericht verspricht für die kommenden Tage im ganzen Land viel Sonnenschein und frühsommerliche Temperaturen. Dies wirkt sich sehr positiv auf den Pollenflug aus, sodass Allergiker:innen mit intensiven Belastungen rechnen müssen. Glücklicherweise ist die Birkenblüte in den Niederungen und Tallagen bereits weitestgehend abgeschlossen und die Gräserpollensaison steht erst am Beginn. Trotz der Witterung müssen also keine Spitzenbelastungen erwartet werden.

In den höheren Lagen sieht die Situation anders aus. Hier können Birkenpollen noch zu hohen Belastungen führen. Bei passenden Windbedingungen ist auch ein Transport von relevanten Pollenmengen bis in tiefere Lagen möglich.

Da Buchen, Eichen, Hainbuchen bzw. Hopfenbuchen weit verbreitet noch immer in Blüte stehen, kann es durch Kreuzreaktionen zu einer zusätzlichen Intensivierung der Belastungen kommen.

In den Niederungen und Tallagen sowie an sonnenexponierten Hängen ist in den kommenden Tagen mit steigenden Gräserpollenbelastungen zu rechnen. Vielerorts bleiben sie noch auf geringem Niveau, an thermisch begünstigten Standorten kann es aber auch schon zu mäßigen Belastungen kommen. Hauptverantwortlich für die Belastungen sind aktuell die frühblühenden Gräserarten, darunter Rispen-, Ruch-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Bis zum flächendeckenden Blühbeginn der Gräser dauert es allerdings noch etwas.

Bei den weißen Flocken in der Luft handelt es sich um die Samen und Samenhaare der Pappel. Ihr Flug fällt meist mit dem Beginn der Gräserblüte zusammen, sie können aber, anders als Gräserpollen, keine allergischen Beschwerden hervorrufen.

Hinweis: Momentan findet man auf Autodächern oder Fensterbrettern einen gelblichen Staubfilm. Dabei handelt es sich um Pollen von Nadelbäumen wie Fichten, Kiefern und Tannen. Aus allergologischer Sicht ist er nicht relevant. Da dieser Pollen jedoch in hohen Konzentrationen in der Umgebungsluft vorkommt, kann er zu einer mechanischen Reizung der Augenbindehaut und der Atemwege führen.

Die Platanenblüte ist in den meisten Teilen des Landes bereits am Abklingen. Betroffene Allergiker:innen sollten die Nähe zu Platanenalleen aber weiterhin meiden.

Personen, die auf den Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, müssen in den kommenden Tagen weiterhin mit Beschwerden rechnen, die auf die Blüte der Manna-Esche, aber im direkten Umfeld auch auf den Flieder zurückzuführen sind.

Im ländlichen Raum stehen Rapsfelder in Blüte. Um mögliche Beschwerden zu vermeiden, sollten Pollenallergiker:innen die Nähe zu diesen Feldern meiden.

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Ahorn, Ampfer, Doldenblütler, Ginkgo, Maulbeere, Rosskastanie, Sauergräser, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Blühbereitschaft Gräser

am

Bregenz

2026-05-06

Eisenstadt

2026-05-03

Graz

2026-05-01

Innsbruck

2026-05-02

Klagenfurt

2026-05-01

Linz

2026-05-04

Salzburg

2026-05-05

St. Pölten

2026-05-04

Wien

2026-05-03

München

2026-05-08

Bozen

blühbereit

Prognsedatum: 2026-04-30

Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.

Knäuelgras ©ÖPID, Johannes M. Bouchal

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollenresearch GmbH
im Auftrag des Vereins Österreichischer Polleninformationsdienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria.
Dr. med. Markus Berger, Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal und Lukas Dirr, MSc.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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