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Interreg Projekt ATHU-0100090 PollenCare

PollenCare: Besser leben mit Pollenallergie – regional informiert, geschützt und vernetzt


Warum dieses Thema wichtig ist

Immer mehr Menschen leiden unter Pollenallergien. Das beeinträchtigt den Alltag spürbar – von Schlaf und Konzentration bis hin zur Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig steigen die gesamtgesellschaftlichen Kosten. Langzeitdaten zeigen: Allergenmengen nehmen zu, beschwerdearme Zeiten werden kürzer. Der Klimawandel befeuert diese Entwicklung, fördert neue – teilweise hochallergene – Pflanzenarten und verändert dauerhaft die heimische Vegetation.
 

Herausforderung für Stadt und Natur

Nicht nur natürliche Lebensräume müssen sich anpassen. Auch Parks, Straßenbegleitgrün und kommunale Beete stehen vor einem Umbruch. Gesundheitliche Kriterien werden im Grünflächenmanagement vielerorts noch zu wenig berücksichtigt. Die Folge: allergene Arten werden weiterhin gepflanzt – oft unbewusst.
 

Die Antwort: Interreg-Projekt PollenCare

PollenCare setzt genau hier an. Das Projekt arbeitet in der österreichisch-ungarischen Grenzregion daran, die Auswirkungen des Klimawandels auf Grünflächen und Pollenbelastung zu mindern, die Services des Polleninformationsdienstes regional zu verfeinern und neue digitale Angebote bereitzustellen – etwa den PollenCare-Chatbot. Fünf Projektpartner und elf strategische Partner wirken grenzüberschreitend zusammen, um praxistaugliche Strategien und Maßnahmen zu entwickeln.
 

Für wen ist PollenCare da?

  • Für Allergikerinnen und Allergiker: Dank harmonisierter Pollenflugvorhersagen und regional zugeschnittener Informationen können Sie Ihren Alltag besser planen und Beschwerden vorbeugen.
  • Für Gemeinden und Fachleute: Mit Schulungen, Leitfäden und Entscheidungshilfen fließen gesundheitliche Aspekte künftig systematisch in die Grünflächengestaltung ein.
  • Für Ärztinnen/Ärzte und Apotheken: Punktgenaue Polleninformationen und saisonale Alerts unterstützen die Beratung, Therapieanpassung und eine vorausschauende Versorgung.
     

Wissenstransfer in Pilotgemeinden

In ausgewählten Gemeinden werden Mitarbeitende und Gartenbau-Expertinnen und -Experten geschult. Informationsmaterialien, Workshops und Praxisbeispiele zeigen, wie öffentliche Räume allergikerfreundlich gestaltet werden – von der Pflanzenwahl bis zur Pflege. Zusätzlich bietet PollenCare kostenfreie Webinare für Privatgärtnerinnen und -gärtner sowie für Profis aus dem Garten- und Landschaftsbau an.
 

Ihr Nutzen auf einen Blick

  • Regional präzise Polleninfos in verständlicher Form
  • Frühzeitige Warnungen und persönliche Tipps für den Alltag
  • Empfehlungen für allergikerfreundliche Bepflanzungen
  • Austausch über den PollenCare-Chatbot
  • Kostenlose Webinare für Privat- und Profigärtner sowie Interessierte
     

Blick nach vorn

Die interregionale Zusammenarbeit schafft nachhaltigen Mehrwert für Pollenallergikerinnen und -allergiker in der Grenzregion. Die erprobten Ansätze lassen sich als Blaupausen auf weitere Regionen Europas übertragen – für Städte und Gemeinden, die Gesundheit, Klimaresilienz und Biodiversität zusammendenken.
 

Mitmachen und informiert bleiben

Ob als betroffene Person, Gemeinde, Arztpraxis, Apotheke oder Fachbetrieb: PollenCare bietet praktische Unterstützung – verlässlich, regional und digital. Bleiben Sie informiert und gestalten Sie mit uns eine grünere, allergikerfreundliche Zukunft.

PollenCare KI Chatbot

Das grenzüberschreitende INTERREG-Projekt PollenCare hat zum Ziel, die gesundheitliche Belastung durch Pollenallergien in der österreichisch-ungarischen Grenzregion zu verringern. Angesichts des Klimawandels, der die Pollensaison verlängert und allergische Symptome verstärkt, verfolgt PollenCare einen wissenschaftlich fundierten Ansatz.

Im Fokus stehen Forschung und Prognosen zur Ausbreitung allergener Pflanzen sowie deren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Strategien und Maßnahmen entwickelt, darunter die Harmonisierung von Polleninformationssystemen in Österreich und Ungarn sowie die Entwicklung innovativer Tools wie der Pollen+ App.

Der KI-Bot PollenCare liegt bereits in einer Basisversion vor und kann genutzt werden. Diese Version greift auf Daten des Projekts „Natur im Garten“ sowie auf die umfassende Wissensdatenbank des Österreichischen Polleninformationsdienstes (www.polleninformation.at) und des KI-Bots Pollee zurück. Im Laufe des Projekts wird der Bot weiter verbessert und mit Informationen des ungarischen Forschungsteams des Nationalen Zentrums für Volksgesundheit und Pharmazie ergänzt.

Das Projekt umfasst zudem Wissenstransfer, Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit, einschließlich eines Schaugartens in Sopron sowie Sensibilisierungskampagnen für Entscheidungsträger. PollenCare trägt so zu mehr Gesundheit, Lebensqualität und nachhaltiger regionaler Entwicklung bei und stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in einer vom Klimawandel betroffenen Region.

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