Vorhersage
Polleninformation für Kärnten für den Zeitraum vom 30. April bis 7. Mai 2026
Langsam neigt sich die Birkenblüte dem Ende zu!
Für Personen mit einer Allergie auf Birkenpollen gibt es gute Nachrichten: Das Massenstäuben der Birke ist beendet. Nur mehr in sehr schattigen Tallagen und in Gebieten über tausend Höhenmetern gibt es noch ein paar „Nachzügler“ bei der Pollenfreisetzung. Diese geringen Blütenstaubmengen erreichen kaum die großen Siedlungsgebiete und können nur mehr lokal für allergische Beschwerden verantwortlich sein.
Eine Besonderheit in der Flora Kärntens sind die Bestände der Hopfenbuche in den südlichen Gebieten unseres Bundeslandes. Im Umfeld dieser Hopfenbuchen-Bestände können bei Personen mit einer Sensibilisierung gegen Birkenpollen als Folge einer Kreuzreaktion weiterhin allergische Beschwerden durch den Hopfenbuchen-Pollen ausgelöst werden.
Allergische Kreuzreaktionen sind bei Birkenpollen-Allergiker:innen auch durch den Pollen der Rotbuche, der Hainbuche und der Eichen möglich. Das Stäuben dieser drei weit verbreiteten Baum-Arten zeigt aber bereits eine abnehmende Tendenz.
Auch das Stäuben der Esche ist beendet. Eschenpollen-Allergiker:innen sollten aber bedenken, dass in unseren südlichen Nachbarländern, Slowenien, Friaul und Istrien in den nächsten Wochen die Blüte des Ölbaums beginnen wird. Ölbaum-Pollen kann bei Personen mit einer Allergie auf Eschenpollen starke allergische Beschwerden auslösen.
Weitere Baumpollen mit einer sehr niedrigen allergologischen Bedeutung stammen vom Ahorn und der Walnuss.
Dieses Jahr gibt es wieder ein sogenanntes „Mastjahr“ der Fichte – dies bedeutet, dass die in Kärnten weit verbreitete Fichte extrem hohe Pollenmengen freisetzt. Auf Wasseroberflächen können die Fichten-Pollenkörner auffallende gelbe Schlieren erzeugen, die auch als „Schwefelregen“ bezeichnet werden. Fichten-Pollenkörner können keine echten Allergien erzeugen, die extrem hohen Pollenmengen können aber zu einer mechanischen Reizung der Augenbindehaut und der Atemwege führen.
Eine immer größere Bedeutung für Allergiker:innen bekommt der Blütenstaub der Gräser. Gräserpollen bilden in Österreich das bedeutendste Pollenallergen. Im Prognosezeitraum wird noch kein Massenstäuben der Gräser auftreten, im Umfeld von Wiesen kann aber speziell in den Vormittagsstunden bereits die allergische Reizschwelle überschritten werden.
Falls die ab der Mitte der nächsten Woche prognostizierten Regenfälle auch eintreten, wird dadurch für Allergiker:innen eine spürbare Reduktion der allergischen Beschwerden ausgelöst werden.
Dr. Zwander Helmut
Für den Inhalt verantwortlich
Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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