Vorhersage
Polleninformation für die Steiermark vom 7. Mai 2026
Wechselhaftes Wetter, schwankende Pollenlast, Gräserpollenkonzentrationen steigen!
In weiten Teilen der Weststeiermark hat der ausgiebige Regen Allergiker:innen Entlastung verschafft. Die Ost- und Südsteiermark wurde von diesen Regenfällen zwar nur wenig getroffen, sie hatten jedoch Einfluss auf den Pollenflug und senkten die Pollenlast etwas. Für die kommenden Tage wird wechselhaftes Wetter erwartet, wodurch die Belastung durch Pollen zwischen niedrigen und hohen Werten schwanken kann.
In den Niederungen ist die Blüte der einheimischen Birken vorbei. Auch die Zierbirken erreichen nun das Ende ihrer Blüte. In höheren Lagen können noch vereinzelt blühende Birken angetroffen werden, die Pollen freisetzen. Diese Nachzügler belasten jedoch nur lokal. Nun beginnen die Grün-Erlen in ihrem bergigen Verbreitungsgebiet zu blühen.
In weiten Teilen der Steiermark blühen weiterhin Buche, Eiche und Walnuss. Sie haben ihren Blühhöhepunkt bereits überschritten. Aufgrund ihrer Verwandtschaft zu den Birkengewächsen können Kreuzreaktionen auftreten.
Die Platanen sind ebenfalls am Abblühen. In Alleen oder dichten Beständen in Siedlungsgebieten kann dieser Baum jedoch weiterhin belasten. Zusätzlich blühen Rosskastanie und Holunder, die jedoch nur von untergeordneter Relevanz für Allergiker:innen sind.
Von Interesse für Personen, die auf Ölbaumgewächse sensibilisiert sind, sind die Manna-Esche und der Flieder. Sie sind insektenbestäubt und produzieren daher weniger Pollen als ihre windbestäubten Verwandten. In ihrem Umfeld und bei direktem Kontakt können jedoch allergie-relevante Pollenkonzentrationen auftreten.
Die Gräserblüte hat mittlerweile eingesetzt und sorgt bereits für eine deutliche Belastung. Auch wenn sich dies in den Messdaten der Pollenfalle noch nicht vollständig widerspiegelt, ist die erhöhte Pollenkonzentration in der unmittelbaren Umgebung von Wiesen deutlich spürbar. Auch Ampfer und Wegerich haben zu blühen begonnen und verstärken die Pollenlast.
Auf den Feldern der Steiermark blüht zudem der Raps. In der Nähe dieser intensiv gelb blühenden Flächen kann die Pollenbelastung deutlich erhöht sein. Empfindliche Personen sollten diese Bereiche daher möglichst meiden.
Hinweis: Momentan findet man auf Autodächern oder Fensterbrettern einen gelblichen Staubfilm. Dabei handelt es sich um Pollen von Nadelbäumen wie Fichten, Kiefern und Tannen, die aus allergologischer Sicht nicht relevant sind. Aus allergologischer Sicht ist dieser Pollen nicht relevant. Da dieser Pollen jedoch in hohen Konzentrationen in der Umgebungsluft vorkommt, kann er zu einer mechanischen Reizung der Augenbindehaut und der Atemwege führen.
Neben den bereits erwähnten Pollentypen sind aktuell auch Pollen von Sauergräsern, Schmetterlingsblütlern, Rosen-, Binsen- und Zypressengewächsen in der Luft vorhanden. Von diesen geht jedoch nur ein geringes allergenes Potenzial aus.
Blühbereitschaft Gräser | am |
Bad Aussee | 2026-05-10 |
Bad Mitterndorf | 2026-05-11 |
Bruck/Mur | blühbereit |
Graz Universität | blühbereit |
Hartberg | blühbereit |
Kalwang | 2026-05-12 |
Kapfenberg-Flugfeld | blühbereit |
Leibnitz | blühbereit |
Mariazell/St Sebastian | 2026-05-18 |
Murau | blühbereit |
Ramsau/Dachstein | 2026-05-21 |
Schöckl | 2026-06-04 |
Zeltweg | blühbereit |
Prognosedatum: 2026-05-07
Hinweis: Die hier dargestellten Daten sind Modelldaten zum voraussichtlichen Blühbeginn. Genauere Informationen zum erwarteten Pollenflug entnehmen Sie bitte den Textprognosen.
Für den Inhalt verantwortlich
AZ Pollen Research GmbH
in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Pramod Harvey.
Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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