Vorhersage
Polleninformation für Tirol vom 1. Mai 2026
Birkenpollensaison rückläufig, aber weiterhin mäßige Belastung – Gräserpollensaison steht bevor!
In der vergangenen Woche sind die Pollenproduktion und -verbreitung in Tirol auf einem hohen Niveau geblieben. Die Wetterbedingungen in den kommenden Tagen werden die Pollenfreisetzung und -verbreitung weiterhin begünstigen, wobei erst ab Mitte der Woche Niederschläge für eine vorübergehende Entlastung bei Allergiker:innen sorgen können.
Birkenpollen: Die Birkenpollensaison ist nun deutlich rückläufig. Die Pollenkonzentrationen sind im Vergleich zur Vorwoche gesunken und liegen derzeit überwiegend im mäßigen Bereich, lokal können jedoch weiterhin hohe Werte auftreten. Dieser Abwärtstrend dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Trotz des Rückgangs bleibt die Birke ein wichtiger Beitrag zur allergenen Belastung. Gleichzeitig nehmen die Pollenkonzentrationen von Buche und Eiche zu und können lokal hohe Werte erreichen. Aufgrund von Kreuzreaktionen mit Birkenpollen können diese Arten bei Personen mit einer Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen weiterhin Symptome auslösen oder verstärken.
Gräserpollen: Gräserpollen werden nun regelmäßig in der Region nachgewiesen. Bisher ist die allergene Belastung noch gering, jedoch ist in den kommenden Tagen mit einem Anstieg der Pollenkonzentrationen zu rechnen. Wir verfolgen die Entwicklung weiterhin genau, da Gräserpollen im weiteren Verlauf der Saison eine zentrale Rolle für Allergiker:innen spielen.
Eschenpollen: Die Konzentrationen von Eschenpollen sind mittlerweile in der gesamten Region überwiegend niedrig, was darauf hinweist, dass sich die Eschenpollensaison ihrem Ende nähert.
Platanenpollen: Auch die Platanenpollensaison geht zu Ende, aktuell werden nur noch geringe Konzentrationen gemessen.
Weitere Pollentypen: Pollen von Fichte und Kiefer nehmen derzeit stark zu und machen aktuell einen großen Anteil des luftgetragenen Pollens aus. Ihre charakteristischen gelben Ablagerungen sind häufig auf Autos, Fensterbänken, Gartenmöbeln oder in Pfützen sichtbar. Obwohl diese Pollentypen nicht allergen sind, können sie leichte Reizungen verursachen, beispielsweise ein Fremdkörpergefühl in den Augen. Zudem werden Pollen von Rosskastanie, Lärche, Walnuss, Zypressengewächsen und Weide nachgewiesen, diese haben jedoch eine geringe allergene Relevanz.
Situation in höheren Lagen: In höheren Höhenlagen bleibt die allergene Belastung insgesamt gering. Birkenpollenkonzentrationen können jedoch lokal bereits mäßige Werte erreichen.
Auch wenn die Birkenpollenkonzentrationen zurückgehen, bleibt die Gesamtbelastung durch andere Pollentypen und Kreuzreaktionen weiterhin bestehen. Diese Phase kann für Allergiker:innen weiterhin herausfordernd sein. Insgesamt ist mit weiterhin mäßigen Belastungen zu rechnen, wobei die Bedeutung von Buche, Eiche und Gräsern in den kommenden Tagen zunimmt. Die Wetterbedingungen begünstigen die Pollenverbreitung, mit nur vorübergehender Entlastung durch Niederschlagsphasen ab Mitte der Woche.
Für den Inhalt verantwortlich
Universität Innsbruck
Institut für Botanik
Dr. Laurent Marquer
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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